
Nach der offiziellen Bekanntgabe der Pisa II-Ergebnisse fordert Bildungsministerin Bulmahn ein Umdenken in der Bildungsdebatte. Bulmahn ist der Meinung, „dass wir mittel -und langfristig das dreigliedrige Schulsystem überwinden müssen“. Sie fragt, „ob die frühe Auslese von 10-jährigen Kindern nach der vierten Klasse der richtige Weg ist“ und greift damit die Aufgliederung in Haupt- und Realschule direkt an. Viele Bildungsexperten sehen es ähnlich und verweisen dabei gerne auf das erfolgreiche Modell einer Einheitsschule in Finnland.
Die Abschaffung des dreigliedrigen Schulsystems kann die Bildungsministerin aber nicht entscheiden - denn die Bildungshoheit liegt bei den Bundesländern. Die Fraktion der CDU/CSU meldete sich sogleich, stellvertretend für die unionsgeführten Länder, zu Wort: Die Forderung nach Abschaffung des "gegliederten Schulsystems" sei unlogisch und nur mit Ideologie zu erklären, denn PISA liefere „keine signifikanten Hinweise auf die Überlegenheit einer Einheitsschule“. Mit dieser Aussage wird Bezug auf die deutsche Gesamtschule genommen - die Schule Finnlands wird dabei aber offensichtlich vergessen.
...die Bildungsdebatte geht erst jetzt richtig los ;-)
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