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Deutschlands Spitzenredner gesucht: Bundesfinale Jugend debattiert 2006 in Gegenwart des Bundespräsidenten Über 50.000 Schülerinnen und Schüler haben im laufenden Schuljahr im Rahmen des Bundeswettbewerbs Jugend debattiert über aktuelle politische und schulische Fragen diskutiert. Der Bundeswettbewerb, der zum qualifizierten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie ausbildet, fördert die Auseinandersetzung mit aktuellen Fragen unserer Gesellschaft. Die 64 besten jugendlichen Debattanten, die sich in mehreren Vorrunden - in der Klasse, im Schulverbund und auf Landesebene - durchsetzen konnten, haben sich für die Endausscheidungen qualifiziert: Am 10. Juni 2006 werden in Berlin diejenigen acht Debattanten ermittelt, die am 11. Juni in Gegenwart von Bundespräsident Horst Köhler das Bundesfinale bestreiten.
Die Debatten werden getrennt nach Klassenstufe 8 - 10 und Jahrgangsstufe 11 - 13 geführt und von einer prominent besetzten Jury bewertet. Die Preise werden vom Bundespräsidenten im Beisein der am Projekt beteiligten Stiftungen verliehen.
Während des Bundesfinales und der Vorausscheidungen sind auch die vier Sieger der Länderwettbewerbe Mittel- und Osteuropa von Jugend debattiert international zu Gast: Rund 600 Schülerinnen und Schüler aus Polen, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen und der Ukraine haben sich an dem Wettbewerb beteiligt und in deutscher Sprache debattiert. Die Länderwettbewerbe Mittel- und Osteuropa von Jugend debattiert international werden gemeinsam mit dem Fonds "Erinnerung und Zukunft" und dem Goethe-Institut ausgerichtet.
Jugend debattiert wurde von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung in den Jahren 2001 und 2002 in Frankfurt am Main als Pilotprojekt gestartet. Auf Initiative von Bundespräsident a.D. Johannes Rau wurde der Wettbewerb ab dem Schuljahr 2002/2003 auf ganz Deutschland ausgeweitet, um die politische und sprachliche Bildung stärker in den Schulen zu verankern.
Jugend debattiert ist mit einem Etat von 10,8 Mio. Euro seit dem bundesweiten Start das größte privat finanzierte Vorhaben zur sprachlichen und politischen Bildung in Deutschland. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Frankfurt/Main, und die Stiftung Mercator, Essen, die Heinz Nixdorf Stiftung, Essen sowie die Robert Bosch Stiftung, Stuttgart, finanzieren den Wettbewerb. Die 16 Kultusministerien leisten einen substanziellen Beitrag, die Kultusministerkonferenz tritt unterstützend auf.
Die wichtigsten Fakten zu Jugend debattiert auf einen Blick
Zielsetzung:
Der Bundeswettbewerb Jugend debattiert will zum qualifizierten Mitreden und Mitgestalten in der Demokratie anregen. Jugend debattiert fördert sprachliche Bildung und politische Bildung sowie Meinungs- und Persönlichkeitsbildung durch Training für Lehrer und Schüler und einen bundesweiten Debattenwettbewerb für Schüler aller Schulformen in zwei Altersgruppen: Klassen 8 - 10 und Jahrgangsstufen 11 - 13.
Struktur:
Grundlage von Jugend debattiert ist ein bundesweites Schulnetz. Die Schulen sind schulartübergreifend in Verbünden organisiert. Lehrer aller Fächer dieser Schulen werden von professionellen Trainern im Debattieren geschult. Anschließend trainieren die Lehrer ihre Schüler im regulären Unterricht. Der Wettbewerb erfolgt auf vier Ebenen: Klasse, Schulverbund, Land und Bund.
Debattenregeln:
Debattiert wird in einer 24-Minuten-Debatte über aktuelle politische Streitfragen wie: "Sollen öffentliche Plätze videoüberwacht werden?" Jeder der vier Debattanten hat zu Beginn 2 Minuten ungestörte Redezeit. Anschließend folgen 12 Minuten freie Aussprache. Für das Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Dabei darf er seine Meinung auch ändern. Die Jury begründet öffentlich. Bewertet werden: Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit, Überzeugungskraft.
Preise:
Als Preise erhalten die Schüler mehrtägige Seminare bei professionellen Trainern.
Teilnehmerzahlen 2005/2006 bundesweit:
50.000 Schüler, 1.900 Lehrer an 440 Schulen in 134 Verbünden.
Projektpartner:
Schirmherrschaft: Bundespräsident Horst Köhler
Projektdurchführung: Gemeinnützige Hertie-Stiftung, Frankfurt/Main
Weitere Partner:
Stiftung Mercator, Essen
Heinz Nixdorf Stiftung, Essen
Robert Bosch Stiftung, Stuttgart
sowie die Kultusministerkonferenz und die Kultusministerien der Länder
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