| 28.Februar: | WIN WITHOUT WAR Amerikanische Popstars solidarisieren sich gegen den Irakkrieg. Musiker mit großen Namen, unter anderem R.E.M., Missy Elliot und Lou Reed, haben sich der amerikanischen Friedensinitiative "Win Without War" angeschlossen, um ihre Unzufriedenheit mit der Irak-Politik der US-Regierung zu demonstrieren. Die Popularität der Musik-Stars soll vor allem jüngere Menschen gegen den Krieg mobilisieren. . Der Gründer des bekannten HipHop-Labels Def Jam Recordings, Russell Simmons behautet: "Puffy hat weltweit einen größeren Bekanntheits- und Beliebtheitsgrad als George W. Bush, und Jay-Z ist wesentlich populärer und berühmter als Colin Powell." |
| 27.Februar: | Im Unterhaus und insbesondere in der Labourpartei spiegelt sich die Zerrissenheit der britischen Bevölkerung in der Irak-Frage. Premierminister Blairs Führungswille wird auf eine harte Probe gestellt. |
| 26.Februar: | Der irakische Präsident Saddam Hussein deutet in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CBS an, dass er der Forderung der Uno-Waffeninspektoren seine Samud-Raketen zu zerstören, möglicherweise nicht folgen werde. |
| 25.Februar: | Der amerikanische Aussenminister Powell hat nach Gesprächen mit Vertretern der chinesischen Führung erklärt, Peking wolle bei der Lösung der Nordkorea-Frage eine hilfreiche Rolle spielen. |
| 24.Februar: | Blix stellt Ultimatum UN-Inspetktor Blix stellte dem Irak bis Sonnabend ein Ultimatum mit der Zerstörung aller Raketen über einer Reichweite von 150 Kilometern zu beginnen. Bagdad hat noch keine Entscheidung getroffen, akzeptierte aber einige deutsch-französische Vorschläge für verschärfte Inspektionen. Entgegen den USA die morgen mit Großbritannien eine Resolution in den UN Sicherheitsrat einbringen wollen, die einen Krieg im Irak legitimiere, sieht Frankreich keinen Grund für eine zweite Resolution, solange die UN-Inspekteure bei ihren Kontrollen Fortschritte erzielten. |
| 23.Februar: | Der spanische Regierungschef Aznar bekräftigt am Sonntag nach seiner Rückkehr aus Texas in Madrid, dass er für eine zweite Resolution im Weltsicherheitsrat ist. |
| 22.Februar: | Die Truppen der USA und Grossbritanniens in der Region um den Irak sind nach den Worten von Verteidigungsminister Rumsfeld angriffsbereit. |
| 21.Februar: | Mit einer neuen UN-Resolution wollen USA und Großbritannien der irakischen Regierung eine letzte Frist zur umfassenden Zusammenarbeit mit den Waffeninspektoren stellen. Russland beklagt den hohen Druck durch die USA auf die Waffeninspektoren, der einen Krieg ermöglichen soll. Ein kurzer Krieg gegen Irak würde nach einer australischen Studie die Weltwirtschaft bis 2010 mit einer Billion Dollar belasten. |
| 20.Februar: | CDU-Chefin Angela Merkel hat für einen Aufschrei in Deutschland gesorgt. Sie legte sich mit einem Beitrag für die "Washington Post" Bush zu Füßen und stimmte in den Kriegsgesang der US-Regierung ein, schimpfte gegen die Bundesregierung und brach damit nach Ansicht der SPD eine Tradition deutscher Politik, die besagt, dass man im Ausland den Mund hält, wenn es um innenpolitische Angelegenheiten geht. SPD-Generalsekretär Olaf Scholz entgegnete, dass Merkel dem Ansehen Deutschlands schade und mit ihrer Kritik der Bundesregierung und Hunderttausenden von Friedensdemonstranten in den Rücken falle. |
| 19.Februar: | Stoiber plant Blockade! Der CSU-Chef Edmund Stoiber ist an einer Einigung über das Zuwanderungesetzt nicht interessiert .Stoiber sagte dem "Stern", er wolle in den anstehenden Verhandlungen mit der Bundesregierung lediglich Regelungen für die Integration, das Nachzugsalter von Kindern und den wissenschaftlichen Austausch angehen. Alles andere solle geregelt werden, wenn die Union wieder die Bundesregierung stelle. Der bayerische Ministerpräsident will also nun über drei Jahre für eine Blockade im Bundesrat sorgen, wenn dieses Thema zur Debatte steht. |
| 18.Februar: | Auf der Suche nach Verbündeten und Stützpunkten im Konflikt mit dem Irak haben die USA der Türkei ein wirtschaftliches Hilfspaket angeboten, dessen Umfang mehr als 20 Mrd. $ erreichen kann. |
| 17.Februar: | Wie in anderen europäischen Hauptstädten auch hat am Samstag in Berlin eine Grossdemonstration gegen einen Krieg im Irak stattgefunden. Rund 500.000 Personen, unter ihnen Mitglieder der Bundesregierung, demonstrierten in Berlin. |
| 16.Februar: | Die Nato ringt um die Entscheidung, ob und wie der Türkei, im Kriegsfall gegen den Irak und einem möglichen Angriff durch diesen, geholfen werden könnte. Die Verhandlungen stehen im Schatten großer, weltweiter Anti-Kriegs-Demonstrationen. |
| 15.Februar: | Weltweit finden die größten Anti-Kriegs-Demonstrationen seit dem Vietnamkrieg statt. In London, Sydney, Rom, Berlin gehen Millionen Menschen auf die Straßen. In den USA demonstrieren Hunderttausende gegen die Politik Bushs. |
| 14.Februar: | Blix kritisiert den Irak, der nicht bereit sei, vollständig zu kooperieren. Es warnt davor, voreilige Schlüsse zu ziehen und zweifelt die amerikanischen "Beweise" für irakische ABC-Waffen an. |
| 13.Februar: | Der spanische Regierungschef Aznar und Bundeskanzler Schröder haben an ihrem Gipfel auf Lanzarote gar nicht den Versuch gemacht, in der Irak-Krise eine Annäherung ihrer extremen Positionen zu suchen. |
| 12.Februar: | Das Veto Frankreichs, Deutschlands und Belgiens gegen Planungen der Nato zum Schutz der Türkei ist in den USA überwiegend auf Unverständnis gestossen und hat eine Diskussion über den Nutzen der Nato in Kriegszeiten hervorgerufen. |
| 11.Februar: | Ein Regierungssprecher in Berlin hat Berichte über eine deutsch-französische Initiative zur Stationierung von Blauhelmen im Irak als unzutreffend bezeichnet. Man habe nur Ideen zur Verbesserung der Waffeninspektionen geäußert. |
| 10.Februar: | Struck wurde beschossen Bei einem Besuch des Feldlagers "Camp Warehouse" in der afghanischen Hauptstadt Kabul von Verteidigungsminister Peter Struck (SPD) sind am Montag in der Nähe des deutschen Feldlagers in Kabul zwei Raketen eingeschlagen. Minister Peter Struck, auf Truppenbesuch in Kabul, flüchtete mit den Soldaten in einen Bunker. Das Lager wurde sofort abgedunkelt. Es kam zu keinen Personen- oder Sachschäden. |
| 09.Februar: | Berlin und Paris arbeiten an einem Uno-Mandat für einen Blauhelmeinsatz im Irak. Die USA reagierten verärgert. Die deutsche und die französische Regierung sind offenbar an der Ausarbeitung eines Alternativvorschlages für eine Lösung der Irak-Krise, der im Wesentlichen die Entsendung eines Uno- Blauhelm-Kontingents vorsieht. |
| 08.Februar: | Die USA haben klar gemacht, dass sie im Uno-Sicherheitsrat für eine weitere Irak-Resolution eintreten werden. Sie wollen jedoch keine Zeit für langwierige Verhandlungen opfern. |
| 07.Februar: | Ein britisches Geheim-Dossier über den Irak, auf das sich US-Aussenminister Powell bei seiner Rede vor den Vereinten Nationen unter anderem berufen hat, besteht überwiegend aus alten wissenschafftlichen Arbeiten. Ein Student sagt dazu: "Künftig werde ich misstrauischer sein, wenn ich etwas vom britischen Geheimdienst lese. Die haben sogar meine Fehler dringelassen." |
| 06.Februar: | Wie fast jeden Tag sterben auch heute Menschen in den Palästinenser-Gebieten. Die Vereinten Nationen scheinen immer nur wegschauen zu wollen. |
| 05.Februar: | Die deutschen Unionsparteien, die im Bundestagswahlkampf in dieser Frage laviert hatten, kritisieren neuerdings die Irak-Politik der Regierung schärfer. |
| 04.Februar: | Die verheerende Niederlage der Linken in den Landtagswahlen vom Wochenende wird vor allem als Kritik der Wähler an der deutschen Bundesregierung sowie als Reformauftrag an die Opposition interpretiert. |
| 03.Februar: | Im Moment arbeitet die NASA mit Hochturen an der Auswertung der Flugdaten des abgestürtzten Spaceshuttels. Auf der Pressekonferenz konnten sie allerdignst noch keine Ursache nennen die diesen schrecklichen Unfall erklärt. |
| 02.Februar: | Bei den Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen erlebt die SPD ein Debakel. In Hannover unterliegt der sozialdemokratische Ministerpräsident Gabriel dem CDU- Bewerber Wulff. |
| 01.Februar: | Gegen 15:00 Uhr deutscher Zeit und 9:00 AM Ortszeit reißt in der Hauptzentrale der Raumfahrtbehörde NASA der Funkkontakt zu dem im Landanflug befindlichen Spaceshuttle ab. An Bord sind sieben Astronauten, sechs US-Amerikaner und ein Israeli, die zwei Wochen lang im All Experimente in der Schwerelosigkeit durchgeführt haben. Etwa eine Viertelstunde berichten Augenzeugen in Texas von einem lauten und eine Minute langen Knall. Statt einem Kondensstreifen sieht man nun mehrere. In Texas gehen Bruchstücke der Raumfähre herunter. Die Bevölkerung wird davor gewarnt diese Teile anzufassen, da sie sehr giftig sein können. Die NASA geht davon aus, dass es keine Überlebenden gibt. Präsident Bush drückt in einer Pressekonferenz sein Bedauern aus: "The same Creator who names the stars also knows the names of the seven souls we mourn today. The crew of the shuttle Columbia did not return safely to Earth; yet we can pray that all are safely home. May God bless the grieving families, and may God continue to bless America." |