
Der Kampf der alliierten Truppen im Irak mit Schiiten- und Sunniten-Milizen weitet sich aus und erreicht eine neue Stufe der Gewalt. Insbesondere von den Anhängern des radikalen Schiiten-Anführers al Sadr geht viel Gewalt aus. Einige Städte sind bereits fest in der Hand der Aufständischen. Fast 100 Menschen sterben bei Kämpfen heute im Irak. Eine Moschee wird von einem US-Kampfhubschrauber durch Raketen-Beschuss zerstört.
Was die US-Regierung im Nahen-Osten an der Spirale der Gewalt nicht verstanden hat, wird sie hoffentlich in den nächsten Tagen, nach großen Verlusten im Irak, begriffen haben. Sonst ist schon jetzt abzusehen, dass ein zweites Vietnam für die Amerikaner kommen wird. Nur diesmal ist Europa, schon durch die geografische Nähe zum Irak, unmittelbarer am Kampf gegen den Terror und an seinen Auswirkungen beteiligt.
Wird sich die UNO oder die Nato einschalten oder ist es dafür zu spät? Kann die Lage im Irak jetzt noch, nach zahlreichen Fehltritten der amerikanischen Truppen, beruhigt werden?
Die nächsten Tage werden zeigen, wie sich die Großayatollahs im Irak entscheiden werden, ob die USA die richtige Politik verfolgen oder ob neue Entführungen von Zivilisten und Zerstörungen von Gotteshäusern die Stimmung im Irak aufheizen.
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