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Bundesregierung setzt auf moderne Berufsausbildung - Schavan: "Duale berufliche Ausbildung wird strukturell verbessert" Bundesbildungsministerin Annette Schavan strebt eine umfassende Modernisierung der beruflichen Bildung an und wird hierzu eine den Ausbildungspakt flankierende neue Initiative starten. "Die duale berufliche Ausbildung bleibt unser Weg in die Zukunft. Dies setzt zugleich strukturelle Anpassungen voraus", sagte Schavan am Freitag im Deutschen Bundestag in Berlin. Gemeinsam mit den Partnern aus der Wirtschaft, den Ländern und den Gewerkschaften strebe sie eine neue Kultur der Ausbildung in Deutschland an. "Für die beruflichen Chancen unserer jungen Generation stehen wir alle in der Pflicht."
Die Veränderungen in der wirtschaftlichen Struktur des Landes müssten bei der Ausbildung stärker berücksichtigt werden. Auch seien eine bessere Verzahnung der Ausbildungsbemühungen der für Berufsbildung verantwortlichen Institutionen sowie zusätzliche Anstrengungen aller Beteiligten für mehr Ausbildungsplätze erforderlich.
Deutschland muss als Exportweltmeister noch stärker in die Ausbildung investieren", sagte Schavan. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) passe die Qualifikation der Ausbildung ständig den neuen Anforderungen an. In diesem Jahr würden vier Ausbildungsberufe neu geschaffen und 18 weitere grundlegend modernisiert. Das BMBF habe zudem seine flankierenden Maßnahmen zur Stärkung der betrieblichen Ausbildung, etwa über das neue Jobstarter-Programm, ausgebaut.
Schavan regte insbesondere eine bessere Kooperation zwischen beruflichen Schulen und betrieblicher Ausbildung an. Mit dem neuen Berufsbildungsgesetz könnten Absolventen einer vollzeitschulischen Ausbildung auch zu Kammerprüfungen zugelassen werden. "Wir müssen mit der Zeit unserer jungen Menschen endlich verantwortlich umgehen und die überflüssigen Warteschleifen abschaffen", sagte die Ministerin. Dazu gehöre etwa die Anrechnung von Vorqualifikationen auf Ausbildung und Zulassung sowie die Verbesserung von Strukturen in der Benachteiligtenförderung.
Die Ministerin verwies zudem auf die überfällige Verzahnung der beruflichen Ausbildung mit der Weiterbildung. "Die Erstausbildung ist der wichtige Grundstock für den Start in eine berufliche Karriere und muss ständig aktualisiert werden." Dabei könnten auch die Hochschulen mit ihrem Angebot weiterhelfen. Sie sprach sich in diesem Sinne für eine bessere Durchlässigkeit der beruflichen Bildung zum Hochschulbereich aus. "Gemeinsam mit den Ländern werden wir neue Wege von der praktischen Berufsausbildung hin zum akademischen Abschluss finden." Dies sei gerade auch mit Blick auf europäische Entwicklungen notwendig. Schavan sprach sich mit Nachdruck für ein übergreifendes Leistungspunktesystem für die berufliche Bildung in Europa aus.
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