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Neues Schülerstipendien-Programm für begabte Zuwanderer auch in Hamburg START, das Schülerstipendienprogramm für begabte und sozial engagierte Zuwandererkinder, das schon in Hessen, Berlin, Bielefeld, Bremen, Dresden, Gütersloh, Leipzig und Wuppertal sehr erfolgreich läuft, wird nun auch in Hamburg zu einer festen Größe. Ab September 2005 kommen in Hamburg zunächst elf Stipendiaten in den Genuss des Programms, das von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Dürr-Stiftung, der Alfred Toepfer Stiftung F.V.S., der Bankhaus Wölbern Stiftung, der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie der Behörde für Bildung und Sport Freien und Hansestadt Hamburg aufgelegt wurde.
Ziel von START ist es, die Integration von Migrantenkindern zu unterstützen, bessere Voraussetzungen für eine mögliche akademische Laufbahn zu schaffen und Wege in berufliche Leitungsfunktionen zu eröffnen. Die Beteiligung an START soll Ansporn zur Integration sein und ist eine Anerkennung von Spitzenleistungen junger Zuwanderer in Deutschland
Die Stipendiaten erhalten für zunächst ein Jahr ein Bildungsgeld von 100 Euro monatlich sowie einen Computer mit Internetanschluss. Außerdem werden sie durch Beratungsangebote im Bereich der Ausbildungs- und Studienplanung, Bildungsseminare sowie verschiedene Exkursionen gefördert. Einmal im Jahr sind alle START-Stipendiaten zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen. Der Aufbau von Kontakten zur Wirtschaft, die Vermittlung von Praktika sowie der Aufbau eines Netzwerkes ehemaliger Stipendiaten ergänzen das Angebot. Wenn die Jugendlichen erfolgreich sind, kann das Bildungsgeld bis zum Erreichen eines höheren Bildungsabschlusses gewährt werden.
Die Behörde für Bildung und Sport stellt für die Betreuung des Projekts und der Stipendiaten einen Landeskoordinator sowie ein Büro zur Verfügung. Die beteiligten Stiftungen übernehmen in einer ersten Phase die Kosten für elf Stipendiaten. Die Frankfurter Hertie-Stiftung liefert das Projektdesign und sichert die Teilnahme der Stipendiaten an Bildungsseminaren sowie am START-Jahrestreffen. Alle sechs Partner entscheiden gemeinsam über die Stipendiatenauswahl und -aufnahme.
START-Hamburg ist zunächst für zwei Jahre aufgelegt.
Die an START beteiligten Stiftungen sind sich einig: „Dass nur ein relativ kleiner Anteil der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund einen höheren Bildungsabschluss erreicht, liegt oft eher an den fehlenden finanziellen Ressourcen der Familien, als an den individuellen Fähigkeiten.
Wir werden noch überrascht sein, welch hohe Begabungen in den Kindern der nach Deutschland Zugewanderten schlummern.“
„Sprache und Bildung sind die wichtigsten Schlüssel zur Integration“, so die Senatorin für Bildung und Sport, Alexandra Dinges-Dierig, gemeinsam mit den Vertreterinnen und Vertretern der Stiftungen. „Schulische Qualifikationen eröffnen Migrantinnen und Migranten berufliche Chancen, stärken ihre Persönlichkeit und ihre soziale Stellung in der Gesellschaft. Die Erfolge der besonders Begabten und Leistungsstarken unter ihnen werden – da sind wir uns sicher – auch auf andere eine positive Ausstrahlung haben. Wir freuen uns, dass wir das START-Stipendienprogramm gemeinsam auf den Weg bringen können.“
Ab sofort können sich gesellschaftlich engagierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 8 bis 13 mit Migrationshintergrund, die gute bis sehr gute schulische Leistungen vorweisen, unter folgender Adresse um ein START-Stipendium bewerben bzw. Bewerbungsunterlagen erhalten: Landesinstitut für Lehrerbildung und Schulentwicklung, Ivo Hartung, Felix-Dahnstr. 3, 20357 Hamburg.
Der Bewerbung sind ein Antrag, ein handgeschriebener tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild, ein Anschreiben mit ausführlicher Begründung der Bewerbung, eine ausführliche Beschreibung des bisherigen Lebensweges sowie das Gutachten mindestens eines Lehrers und eine Kopie des aktuellen Zeugnisses beizulegen.
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