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07.12.2004 - Von Wirtschaftskraft und Bildungslandschaften
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Bei der zweiten Pisa-Studie haben die EU-Staaten im internationalen Vergleich nur ein Mittelmaß erreicht. Ob sie damit das Ziel, bis 2010 die schlagkräftigste wissensbasierte Wirtschaft zu stellen noch erreichen, bleibt fragwürdig. Die Schüler in den europäischen Klassenzimmer haben wieder sehr unterschiedliche Zeugnisse erhalten. Der finnische Musterschüler ist bei der PISA-Studie 2003 erneut der Primus.

04.12.2004 - Maues Mittelmaß und keine Chance für die Armen
Stern
Schüler aus dem Siegerland Finnland sind deutschen Schülern in allen drei getesteten Wissensdisziplinen knapp eineinhalb Schuljahre voraus. Obendrein kann sich Deutschland mit dem Titel des unsozialsten Schulsystems der Welt schmücken. Verglichen mit der vor zwei Wochen bekannt gewordenen Leistungsrangliste der 29 teilnehmenden OECD-Staaten kann Deutschland jetzt in der Endfassung der Tabelle wegen der Disqualifizierung Großbritanniens in allen drei Disziplinen jeweils einen Platz aufsteigen.

03.12.2004 - Schlechte Schulnoten durch Medienkonsum
Stern
Exzessiver Fernseh- und Videospiel-Konsum kann nach einer Studie bei Kindern und Jugendlichen zu schlechten Leistungen in der Schule führen. Dies gehe aus Untersuchungen des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, berichtet das ZDF-Magazin "Frontal 21". Demnach hat in Bayern, Hessen und Niedersachsen inzwischen jeder zweite Junge im Alter von zehn Jahren Fernsehgerät, Computer, Play Station und DVD-Rekorder im eigenen Kinderzimmer stehen.

25.11.2004 - Spaß am Lernen? Selten bei uns
Stern
Aber häufig in Polen. Und in Finnland, das drei Jahre nach dem ersten internationalen Vergleichstest nun auch PISA II gewonnen hat. Was machen die anderen anders, was machen sie besser? Und was hat sich bei uns verändert seit PISA I? Der stern besuchte Schulen in Warschau, sprach mit polnischen Experten und finnischen Pennälern. Tatjana lässt schön grüßen, aber nach Hause will sie nicht.

22.11.2004 - Der Dampfer Schule ist zu träge
Stern
Jeder vierte 15-Jährige kann einfachste Texte nicht verstehen und nur auf Grundschulniveau rechnen. Auch in der zweiten Pisa-Studie schneiden deutsche Schulen schlecht ab - ein Ergebnis, dass niemand so richtig überrascht. Die Erklärungen für das erneut schlechte Abschneiden beim Pisa-Test folgten prompt: „Schule ist ein großer, schwerer Dampfer und kein Schnellboot - alle Manöver sind auf lange Frist ausgelegt“

05.11.2004 - Raus aus dem Schneckenhaus
Stern
Beim Thema Berufswahl verkriechen sich viele junge Menschen in ihr Schneckenhaus. Verständlich, aber nicht clever. Zuhause machen die Eltern immer wieder Druck, in der Schule hebt der Lehrer mahnend den Zeigefinger. Denn die Frage steht im Raum: Was willst Du denn nun nach der Schule beruflich machen? Und gerade diese ist unheimlich wichtig, die Antwort allerdings oft vage. Angesichts des Themas Berufswahl machen allerdings viele junge Menschen "dicht" und verkriechen sich in ihr Schneckenhaus.

02.11.2004 - Umzug ins Ungewisse
Stern
In Berlin sollen die Horte von den Kitas an die Grundschulen verlagert werden. 60.000 Plätze sind von dem Umzug betroffen. Die Betreuung an den Grundschulen ist jedoch nicht gesichert. An den Kindertagesstätten und Schulen Berlins gärt es. Mit dicken Farbstiften krakeln kleine Kinder Protestplakate, Eltern gehen mit Wut im Bauch auf die Straße. Vor allem im Westteil Berlins zürnen die Eltern Schulsenator Klaus Böger (SPD).

31.10.2004 - Lern schneller, Baby!
Stern
Lernvideos für Einjährige, Englisch in der Krabbelgruppe: Zwei Kinder, zwei Schicksale: Albert, 2, ein dicklicher Junge aus München, spricht langsam, findet nur schwer Spielgefährten und sitzt oft allein in der Ecke. Seine Eltern fragen sich, was mit seiner geistigen Entwicklung nicht stimmt. Chris, ebenfalls 2, aufgeweckt und frech, lebt in New York, lernt sieben Sprachen, wird vitaminreich und ausgewogen ernährt und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gefördert.

22.10.2004 - Bloß kein Handwerk
Stern
Nicht die Tätigkeit ist für den Nachwuchs bei der Berufswahl entscheidend, sondern der Imagefaktor. Berufsbezeichnungen sollen eine erste Vorstellung vom Berufsinhalt vermitteln - doch Jugendliche haben ihre eigene Lesart, wenn sie vor der Berufswahl stehen: Sie nehmen den Namen eines Berufs nicht nur als Orientierungshinweis auf die mit ihm verbundenen Tätigkeiten, sondern prüfen vor allem auch dessen Image-Tauglichkeit unter Freunden.

22.10.2004 - Schlechte Karten für Bafög-Betrüger
Stern
Bafög-Betrügern will man jetzt noch schneller auf die Schliche kommen. Durch eine Änderung des Bafög-Gesetzes wird ein automatischer Datenabgleich mit dem Finanzamt möglich. Die Behörden sollen künftig Bafög-Betrügern leichter auf die Spur kommen, die sich die staatliche Ausbildungsförderung mit falschen Angaben erschlichen haben. Der Bundestag verabschiedete dazu am Donnerstag eine Änderung des Bafög-Gesetzes.

17.10.2004 - Zimmer gesucht
Stern
Die Wohnungssuche zu Semesterbeginn gleicht einer Katastrophe: Nur 220.000 Wohnheimplätze gibt es für die zwei Millionen Studenten in Deutschland, und die wenigen Zimmer, die noch frei sind, sind meist überteuert. "Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist desolat", sagt die Konstanzer AStA-Vorsitzende Beate Schmid. "Alle Studentenheime sind restlos belegt und private Einzimmerwohnungen sind praktisch unbezahlbar."

17.10.2004 - Verdrehte Welt
Stern
Viele Menschen quälen sich mit rechts, weil sie gar nicht wissen, dass sie Linkshänder sind. Das kann zu Leistungsschwäche, Legasthenie und Sprachstörungen führen. Ist das Problem erkannt, hilft eine Rückschulung - Kindern wie Erwachsenen. Auf dem Weg vom Kopf in die Hand ist es verloren gegangen, das "t". Frauke hatte genau gewusst, dass es da hingehörte, ans Ende vom "nicht", schließlich war sie ja schon elf und schlau und auf dem Gymnasium.

12.10.2004 - Vitamin B
Stern
Von wegen geschlossene Gesellschaft - in St. Gallen treffen Studenten die Top-Manager der Welt. Wovon Träumen BWL-Studenten eigentlich? Vielleicht davon, mal ein paar Tage mit den wirklich Mächtigen dieser Welt zu verbringen. Nein, nicht mit Politikern, sondern mit Männern, die Konzerne lenken. Mit Josef Ackermann etwa, dem Chef der Deutschen Bank, Wolfgang Mayrhuber von der Lufthansa, Fiat-Boss Luca Cordero di Montezemolo oder Adidas-Chef Herbert Hainer.

11.10.2004 - Deutsche Studenten sind Optimisten
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Die Mehrheit der deutschen Studenten ist überzeugt, kurz nach dem Examen eine feste Anstellung zu finden. Die meisten vertrauen sogar darauf, dass die Tätigkeit voll und ganz ihren Erwartungen entsprechen wird. Im internationalen Vergleich mit Frankreich, Großbritannien und Spanien sowie den USA stehen sie damit nicht einmal allein. Allerdings: In mancher Hinsicht ist die Selbsteinschätzung des deutschen Management-Nachwuchs zumindest fragwürdig.

06.10.2004 - Harter Schulweg Deutschland
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Kernaufgabe der Kultusministerkonferenz ist die Sicherung vergleichbarer Qualitätsstandards in allen Schulen. Ein Ziel, das die Institution weit verfehlt, wie stern.de-Mitarbeiterin Claudia Fudeus schmerzlich zu spüren bekam. Als ich in die Grundschule kam, lernten wir mithilfe bunter Klötze und Stöckchen aus Holz die Grundlagen des Rechnens. Dass Klötze und Stöckchen mich meine ganze Schulzeit über begleiten würden, ahnte ich damals noch nicht.

02.10.2004 - Erstmals deutlicher Zuwachs
Stern
Nach dem Tiefstand 2001 ist die Zahl der Hochschulabsolventen erstmals wieder deutlich gestiegen. Bildungsministerin Bulmahn sieht sich in ihrer Politik bestätigt. Die Zahl der Hochschulabsolventen ist erstmals wieder deutlich gestiegen. Rund 218.100 Studenten und damit 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr legten 2003 erfolgreich eine Prüfung an einer deutschen Hochschule ab

01.10.2004 - Zähe Reform eines Tabu-Systems
Stern
Zu wenige Studenten, schlechte Bildungsaussichten für Arbeiterkinder - drei Jahre nach der Pisa-Studie sind zwar erste Reformen auf den Weg gebracht, aber Erfolge werden noch auf sich warten lassen. Drei Jahre nach dem miserablen deutschen Abschneiden beim ersten weltweiten Pisa-Schultest haben die Kultusminister am Donnerstag in Berlin Reform-Bilanz gezogen: Elf bundesweite Bildungsstandards

27.09.2004 - Niedersachsen tritt aus Kultusministerkonferenz aus
Stern
Niedersachsen will aus der Kultusministerkonferenz (KMK) aussteigen und damit Druck für eine Reform des zentralen deutschen Bildungsgremiums machen. Regierungschef Christian Wulff (CDU) sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag), das Land werde in den nächsten Wochen den Vertrag über das KMK-Generalsekretariat kündigen. Die Kündigung des Abkommens durch ein Land bewirkt, dass der Vertrag für alle Bundesländer außer Kraft tritt.

02.07.2004 - Wieder 90.000 Schüler ohne Abschluss
Stern
Auch in diesem Jahr werden nach einer Prognose der Bundesagentur für Arbeit (BA) wieder rund 90.000 Jugendliche ohne Hauptschulabschluss ihre Schule verlassen. Dies sagte BA- Vorstandsmitglied Heinrich Alt am Mittwoch im Wirtschaftsausschuss des Bundestages. Die Berufschancen dieser Jugendlichen gelten als miserabel.

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