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18.08.2005 - Deutsche Spiele-Programmierer im Hintertreffen
Frankfurter Allgemeine
Mit dem Appell, Deutschland dürfe im wachsenden Markt für die Entwicklung elektronischer Spiele nicht den Anschluß verlieren, hat in Leipzig Europas größte Messe für Computer- und Videospiele begonnen, die Games Convention 2005. Bis Sonntag werden mehr als 110.000 Besucher erwartet, nach 105.000 im vergangenen Jahr. Nach Angaben der Leipziger Messe erreicht auch die Zahl der Aussteller mit 280 Teilnehmern aus 15 Ländern einen Rekord.

18.08.2005 - Eine 3,5 im Examen reicht für die Schule
Sueddeutsche Zeitung
Lehrermangel in Bayern - Mathe, Deutsch, Naturwissenschaften: In vielen Fächern sind die Einstellungskriterien so niedrig, dass selbst unqualifizierte Bewerber zum Zug kommen. Der Lehrermangel wird sich im neuen Schuljahr nochmals zuspitzen. Besonders an den Hauptschulen und den Gymnasien. Dort seien bereits jetzt alle verfügbaren Aushilfskräfte im Einsatz, beklagt der bayerische Philologenverband. Bewerber werden inzwischen fast in allen Fächern gesucht.

17.08.2005 - Fremd ohne Frust
Zeit
In Kanada sind die meisten Einwandererkinder keine Problemschüler. Mit spielerischer Pädagogik und strenger Zuwanderungspolitik hat es das Land im Pisa-Ranking an die Spitze geschafft - Morgen geht die Schuldirektorin Virginia Dawson in Rente, heute bekommt sie ein Ständchen auf Hindi. In Indien ist das die Hauptsprache. An Dawsons Schule im Norden der kanadischen Millionenstadt Toronto auch.

17.08.2005 - Kind ohne Schulplatz
Tageszeitung
Zwölfjähriger wusste nach Ferienende nicht, auf welche Schule er kommt - Gymnasium schob ihn ab. Probleme auch an Grundschulen - Für den Sohn von Astrid Kiendl begann die Schule erst gestern. Nachdem das Albrecht-Thaer-Gymnasium die Eltern zu spät informiert hatte, dass er nach der 6. Klasse die Schule verlassen solle, blieb die Frage, ob und wo er einen Platz bekommt, acht Wochen lang in der Schwebe. "Unser Kind wurde schlicht vergessen", sagt die vierfache Mutter.

17.08.2005 - Verhafte mich - ich kenne das Passwort!
Spiegel
Verbote sind einfach unwiderstehlich. 13 Jugendliche aus Pennsylvania tricksten das Computersystem ihrer Schule aus: für sie nur ein Schülerstreich, für die Behörden gleich ein Verbrechen. Im letzten Herbst hatte die Schule in Kutztown, Pennsylvania rund 600 Apple-iBooks an ihre Schüler verteilt.

17.08.2005 - USA wollen Schüleraustausch strikt kontrollieren
Spiegel
Deutsche Austauschschüler gehen vor allem in die USA, um Englisch zu lernen und neue Freunde zu finden. Mitunter endet ihr Auslandsjahr in einem Fiasko. Weil sexuelle Übergriffe sich häufen, sollen Gastfamilien und Vermittler jetzt strenger überwacht werden.

17.08.2005 - Warum müssen Schüler Schiller lesen?
Reutlinger General-Anzeiger
Die Flut der Jubelfeiern ist abgeebbt, die schweren Klassiker-Ausgaben sind wieder in den Bücherschränken verschwunden. Doch Schiller lebt weiter in Form der kleinen gelben Heftchen. Und im Deutsch-Unterricht. Jedem Schüler seinen »Gallenstein«, »Kabale und Hiebe« für alle. Warum müssen Generationen von Schülern noch immer durch diese hohle Gasse? Oder finden sie Schiller allen Parodien zum Trotz vielleicht gar nicht so schlecht?

17.08.2005 - Gewalttätige Lehrer an Waldorfschule?
Allgäuer Zeitung
Vater erstattet Anzeige - Schulleitung nennt Vorwürfe "haarsträubend" - Jetzt wird ermittelt - Es sind schwere Vorwürfe, die ein Vater gegen die Freie Waldorfschule in Kempten erhebt: Von mindestens sechs Lehrern spricht er, die die Kinder schlagen und demütigen würden. Außerdem müssten die Schüler auf dem Schulgelände in Albris schwere körperliche Arbeit verrichten, bei einer Klassenfahrt nach Ungarn hätten Achtklässler gar sechs Stunden am Tag schuften müssen.

17.08.2005 - Weniger Stellen, mehr Köpfe?
Tageszeitung
In Hamburg gibt es immer weniger Lehrer. Wie aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der schulpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Britta Ernst, hervorgeht, waren am 1. August 2005 noch 13.540 Lehrerstellen besetzt - rund 100 weniger als zum Jahresbeginn. "Seit dem Jahr 2000 bis heute sind 600 Lehrerstellen abgebaut worden. Dabei ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler um über 7.000 auf heute 224.877 angewachsen", kritisiert Ernst.

19.07.2005 - Mein Vater, der Trinker
Tageszeitung
Die Geschichte eines jungen Hamburgers, dessen Vater Alkoholiker war und der deshalb selbst krank wurde. Hilfe zur Selbsthilfe bieten Al-Anon und die Jugendgruppe Alateen als Anlaufstelle für Kinder aus suchtkranken Familien Die Erwartungen waren groß. "Endlich, der Kerl weg. Jetzt wird alles gut", dachte sich Christoph (Name geändert). Als sein Vater im Jahr 2000 aus dem kleinen Reihenhaus in Harburg auszog, wähnten sich Christoph und seine Mutter in Sicherheit.

19.07.2005 - Getrennt lernen, besser werden
Tagesspiegel
Der Pisa-Ländervergleich hat die Befürworter der Gemeinschaftsschule in der SPD ausgebremst - Dass sich Deutschland beim Pisa-Test verbessert hat, ist vor allem dem Leistungssprung der Gymnasien zu verdanken. Das geht aus dem zweiten Teil des Ländervergleichs hervor, der im November veröffentlicht werden soll. Die deutschen Gymnasien haben sich demnach zum Beispiel in Mathematik um 50 Punkte verbessert und liegen damit sogar vor Pisa-Sieger Finnland.

19.07.2005 - Wo ein Willi ist, ist auch ein Weg
Spiegel
Der Mann mit der roten Laterne wirkte seltsam beschwingt. Pisa-E zeigte Bremens Bildungssenator Willi Lemke zwar deutlich, dass sein Bundesland bei den Schülerleistungen immer noch weit hinterherhinkt - aber es holt auf. Jetzt träumt der frühere Fußballmanager vom Aufstieg.

19.07.2005 - Rechtschreibreform
Frankfurter Allgemeine
Auf den Vorstoß der Ministerpräsidenten Bayerns und Nordrhein-Westfalens, Edmund Stoiber (CSU) und Jürgen Rüttgers (CDU), die unstrittigen Teile der Rechtschreibreform nicht zum 1. August verbindlich einzuführen, haben die übrigen CDU-regierten Bundesländer am Samstag unterschiedlich reagiert.

14.07.2005 - Bayern wähnt sich in der Champions League
Spiegel
Quer durch alle Bundesländer haben sich deutsche 15-Jährige im Schulvergleich leicht verbessert - nicht nur in Bayern. Das gibt den erleichterten Kultusministern Anlass zu ausdauerndem Schulterklopfen. Selbst Schlusslicht Bremen steckt den Pisa-Frust weg und verspricht eine "Aufholjagd". In Bayern ist die Genugtuung groß:

14.07.2005 - O'zapft is
Spiegel
Heute mittag kommen die Pisa-Ergebnisse des Ländervergleichs. Bayerns Kultusminister weiß: Sein Freistaat ist eh der beste - dank Sekundärtugenden wie Fleiß und Ordnung. Die Kritiker indes finden die bajuwarische Bildungspolitik allzu krachledern, aus Paris stänkert "Mr. Pisa". Der neue bayerische Kultusminister Siegfried Schneider ist noch keine 100 Tage im Amt, da gerät er schon mächtig in Feierlaune:

14.07.2005 - Schüler aus 41 Nationen im Test
Tagesschau
Die Abkürzung Pisa steht für "Programme for International Student Assessment". Ziel der Pisa-Studie ist die zyklische, ländervergleichende Erhebung bedeutsamer Kompetenzen von 15-jährigen Jugendlichen in den drei Bereichen Lesekompetenz, Mathematik und Naturwissenschaften. Darüber hinaus werden die Bedingungen von Schulleistungen in Unterricht, Elternhaus und Freundeskreis erfasst.

14.07.2005 - Analyse: Ergebnisse mit Licht und Schatten
Tagesspiegel
Jubel in Bayern, Sachsen und auch in Baden-Württemberg: «Wettbewerbsföderalismus» nennen die erfolgreichen PISA- Bundesländer stolz ihr gutes Abschneiden. Väter und Mütter dagegen, die wegen ihres Berufs mit schulpflichtigen Kindern von einem Bundesland in ein anderes ziehen müssen, treibt das krasse Schulleistungsgefälle innerhalb Deutschlands bisweilen zur Verzweiflung.

14.07.2005 - Angst vorm Versagen
Zweites Deutsches Fernsehen
Südkoreas Schüler unter Leistungsdruck - Der Vater des kleinen Sung Soo, Kim Song-ho, rechtfertigt den vollgestopften Tagesablauf seines Sohnes: "Sung Soo wächst in Zeiten der Globalisierung auf. Bei so einer Konkurrenz steht man doch viel besser da, wenn man möglichst viel lernt." Von der Schule geht es, nach einem Zwischenstopp zu Hause, zum Mittagessen, zum Klavierunterricht, zum Englisch-Nachhilfeunterricht, zum Judo.

14.07.2005 - Vergesst Pisa!
Sueddeutsche Zeitung
Rang eins! Rang vier! Rang fünf! Die Schulstudie ist in Deutschland zu einem nationalen Fetisch geworden. Mit Bildung hat das nichts zu tun. Der Kultusminister konnte sich vor Stolz kaum fassen. "Das ist ein großartiger Erfolg der bayerischen Schulen", teilte Siegfried Schneider den Medien mit, nachdem bekannt geworden war, dass die Schulen seines Bundeslandes im Vergleich mit denen der anderen Bundesländer die besten Ergebnisse erzielt hatten.

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