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28.04.2006 - Studiert, was ihr wollt!
Zeit
Warum es nützlich ist, bei der Fächerwahl seinen Neigungen zu folgen - Jetzt müssen wir da durch: Dieser Satz beschreibt die Haltung, mit der in Deutschland viele Reformprozesse angegangen werden. Unter Rot-Grün lautete so das Motto bei Hartz IV – als ginge es nicht anders.

28.04.2006 - Das große Gähnen
Tageszeitung
Langeweile im Klassenzimmer ist ein verbreitetes Phänomen. In der Lehrerausbildung wird zu stark auf rein fachliche Inhalte gesetzt. Aber wie ein Bezug zu den Schülern hergestellt wird, lernen die angehenden Pädagogen nur selten - Endlose Stunden. Guten Tag, Bücher raus, Rechenhefte auf den Tisch. Die Kreide quietscht über die Tafel, Vektoren türmen sich über Zahlen, Strichen, Zeichen.

28.04.2006 - Mädchen der Tat
Tagesspiegel
Keine Angst vor technischen Berufen! Das will der Girls’ Day sagen. Unsere Autorin hat sich umgeschaut - „Soll ich ein bisschen Rambazamba machen, Chef?“, der Lehrling fragt zum dritten Mal, der Chef nickt endlich. „Also, die Jungs wollen euch mal ihr Lauflicht zeigen!“ An der Wand springt ein Licht nach dem anderen an, am Ende heult eine Sirene. Die Mädels gucken. „Ähm, vielleicht solltet ihr vorher das Licht ausmachen, dann sieht man besser.“

28.04.2006 - Wir wissen, dass wir die Falschen bestrafen
Spiegel
Weil er einen Anstecker mit fett durchgestrichenem Hakenkreuz trug, kam ein Tübinger Student vor Gericht und wurde am Ende freigesprochen. Stuttgarter Staatsanwälte piesacken trotzdem weiter Nazi-Gegner - zum Beispiel Punks, die Antifa-Symbole verschicken. "Die wahren Punks sitzen doch in der Stuttgarter Staatsanwaltschaft." In seinem kleinen Büro in Winnenden bei Stuttgart sitzt Jürgen Kamm, 31, und lacht. Dabei ist ihm eher zum Weinen zumute.

28.04.2006 - Lehrer müssen Schülern ins Gesicht sehen
Spiegel
Weil zwei Schülerinnen einige Tage lang total verschleiert erschienen, hat eine Bonner Gesamtschule die 18-Jährigen vom Unterricht ausgeschlossen. Die Entscheidung findet Beifall in der Politik, auch der Zentralrat der Muslime hält Burkas in Schulen für falsch. Zwei Schülerinnen der Bonner Bertolt-Brecht-Gesamtschule sind wegen ihres Ganzkörper-Schleiers für zunächst zwei Wochen vom Unterricht ausgeschlossen worden.

28.04.2006 - Schülerinnen dürfen keine Burka tragen
Frankfurter Allgemeine
Als nach Ostern zwei Mädchen verhüllt mit einer Burka zur Schule kamen, reagierten Schüler wie Lehrer der Bonner Gesamtschule verstört. Der Rektor schloß die Mädchen vom Unterricht aus. Es sei das erste Mal gewesen, daß die Mädchen verschleiert waren, nur eine von ihnen habe zuvor ein Kopftuch getragen, erklärte Rektor Ulrich Stahnke. Lehrer wie Mitschüler hätten vergeblich versucht, die Schülerinnen vom Ablegen der Gewänder zu überzeugen.

22.04.2006 - Die Straßen von Moabit
Zeit
Mit einer Gruppe türkischer und palästinensischer Jugendlicher unterwegs in einer deutschen Parallelwelt - Die Polizei hat ihm das Wochenende verdorben. Amschad ist beunruhigt, er lauscht, bevor er die Tür öffnet. Vor zwei Tagen hat ein Beamter geklingelt. Bis in den Korridor der Wohnung in Berlin-Moabit drang er vor, um nach ihm zu suchen. Amschad war nicht zu Hause.

22.04.2006 - Schwänzer jagen
Tageszeitung
Die Schulverwaltung und die Bezirke können künftig schneller und nach einem einheitlichen Verfahren gegen Schulschwänzer vorgehen. Schulsenator Klaus Böger (SPD) begrüßte gestern die Einigung auf gemeinsame und für alle Bezirke gleich lautende Regelungen. Bisher waren die Maßnahmen bei so genannter Schuldistanz von Bezirk zu Bezirk unterschiedlich. Böger sagte: "Die Diskussion um Vernachlässigung von Kindern zeigt, dass wir noch genauer hinsehen müssen, wenn Kinder nicht in die Schule kommen."

22.04.2006 - Es brennt hier nicht"
Tageszeitung
Medienberichte über angebliche Gewalt bedrohen den Ruf der Gesamtschule Mümmelmannsberg. Vor 13 Jahren war Steilshoop im Zentrum der Aufmerksamkeit, heute ist dort die Gesamtschule tot - Als ein Bild-Reporter kürzlich ein Pendant zur Berliner Rütli-Schule in Hamburg suchte, bekam er den Tipp, die Gesamtschule Mümmelmannsberg anzuschauen. Deren Schulleiter Klaus Reinsch allerdings lehnte ein Gespräch ab.

22.04.2006 - Ich geb Gas, ich will Spaß
Tagesspiegel
Julius Wolf wollte nur eines – den Führerschein machen. Sein erster Fahrlehrer hatte leider einen nervtötenden Hund, der zweite ein kaputtes Auto, also suchte sich Julius einen dritten Fahrlehrer bei einer anderen Fahrschule. Er heißt Herr P. - Herr P. ist ein junger und freundlicher Fahrlehrer. Die Fahrschule, bei der er angestellt ist, unterbreitet keine ominösen Billigangebote, die am Ende nicht mehr gelten.

22.04.2006 - Malzbier geht gar nicht
Spiegel
Die Berliner Schülerinnen Jennifer und Carina haben einen ungewöhnlichen Nebenjob: Als Amateur-Scouts spüren sie neue Trends auf. Die 16-Jährigen wissen zum Beispiel, mit welchen Getränken Jugendliche sich blicken lassen können - und welche als peinlich durchfallen. Es gibt diese Getränke, die kommen imagemäßig auf keinen grünen Zweig. Roibusch-Tee etwa gehört dazu.

22.04.2006 - Drogenbeauftragte fordert Rauchverbot an Schulen
Spiegel
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Sabine Bätzing, hat an die Bundesländer appelliert, sich für ein strikteres Rauchverbot und eine stärkere Risiko-Aufklärung an Schulen einzusetzen. Besonders Mädchen seien anfällig für die Nikotinsucht.

22.04.2006 - Härtetest für neues Comptersystem
Zweites Deutsches Fernsehen
Wirtschaft macht sich Experimentierfreude von Schülern zu Nutze - Wenn Schüler im Informatikunterricht am Computer sitzen, wird nicht immer das in die Tasten gegeben, was der Lehrer sagt. Es wird gehackt, gespielt, gechattet - und als Krönung der Systemcrash anvisiert. Doch damit ist in einer Schule in Borken jetzt Schluss. Eine neue Software wurde bewusst bei Schülern getestet - und bestand deren Manipulationsversuche.

22.04.2006 - Wir lassen nichts durchgehen!
Stern
Eine Hauptschule fast ohne Gewalt. An der Schüler so ausgebildet werden, dass zwei Drittel von ihnen eine Lehrstelle finden. Es gibt sie. Ein Lehrstück aus Stuttgart. - In der Filderschule in Stuttgart herrscht ein klares Prinzip: Wehret den Anfängen! Als vor drei Wochen ein 15-Jähriger einen jüngeren Schüler mit Tritten traktierte und ein Kumpel des Täters die Attacke mit dem Handy filmte, beschwerte sich das Opfer bei der Schulleitung.

22.04.2006 - Eine schrecklich böse Familie
Frankfurter Allgemeine
Den örtlichen Boulevardzeitungen waren es große Bilder und Balken wert: Familie Sürücü macht einen Osterspaziergang! Und sie lachen immer noch! Ja, wäre einem denn wohler, sie hockten in der Küche zusammen und heckten das nächste Verbrechen aus? Margarete von Galen, die Präsidentin der Berliner Rechtsanwaltskammer, fragt, warum Angehörige nicht lachen dürfen, wenn sie ihre Brüder aus dem Gefängnis abholen.

19.04.2006 - Vorteil Studium
Zeit
Warum es sich lohnt zu studieren, was Personalchefs von Berufsanfängern erwarten. Ein Gespräch mit der Arbeitsmarktexpertin Jutta Allmendinger - Wenn man sich als Abiturient für ein Studienfach entscheidet: Wie stark sollte man auf die Berufschancen schielen? - Jutta Allmendinger: Ich rate dazu, das zu machen, was man gut kann, und nicht auf die selbst ernannten Arbeitsmarktpropheten zu hören.

19.04.2006 - Keine Weicheipädagogik
Tageszeitung
Die Lehrer der Werner-Stephan-Hauptschule in Berlin-Tempelhof hissen trotz schwieriger Schülermischung nicht die weiße Fahne. Fast alle SchülerInnen bestehen dort den Abschluss. Das Erfolgsrezept: feste Regeln und Schüler als Streitschlichter - Besonders schön ist sie weder von außen noch von innen, die Werner-Stephan-Oberschule in Berlin-Tempelhof: ein einschüchternd hohes Gebäude aus rotem Backstein, davor eine schmucklose Turnhalle aus kahlem grau-grünem Beton.

19.04.2006 - Budgetrecht fürs Netzvolk
Spiegel
Die Hansestadt Hamburg lässt Surfer an ihrem Neun-Milliarden-Etat schrauben - in einem Online-Haushaltsplaner. Ziel ist, Sparvorschläge zu sammeln. Allerdings dürfen die Bürger nicht überall kürzen: Die Verwaltung bleibt tabu. Die Idee ist gut: Nicht nur die gewählten Abgeordneten, sondern auch die Bürger selbst sollen mitbestimmen, wofür ihre Steuergelder ausgegeben werden.

19.04.2006 - Wertvolle Bildung
Tageszeitung
Berlin lässt sich Schüler was kosten: genau 5.200 Euro - Das Land Berlin hat im Haushaltsjahr 2003 durchschnittlich 5.200 Euro pro Schüler in die Ausbildung gesteckt. Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden gestern mitteilte, liegt die Hauptstadt damit um 600 Euro über dem Bundesschnitt von 4.600 Euro. Mehr gaben nur Hamburg (6.000 Euro) und Thüringen (5.300) aus.

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