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31.10.2004 - Mehr Geld für Bildung ist zuwenig
Welt
Statt einer pauschalen Erhöhung der Etats benötigen Schulen und Universitäten eine Strukturreform - Der Befund erscheint eindeutig: Deutschland fällt laut dem Bericht "Bildung auf einen Blick" der Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) weiter zurück. Danach gibt es für die Misere vor allem einen Grund: Hierzulande werde zu wenig Geld für Bildung ausgegeben. Dies sei voreilig, warnen nun jedoch Wissenschaftler. Sie sagen: Geld allein bildet nicht.

31.10.2004 - Lern schneller, Baby!
Stern
Lernvideos für Einjährige, Englisch in der Krabbelgruppe: Zwei Kinder, zwei Schicksale: Albert, 2, ein dicklicher Junge aus München, spricht langsam, findet nur schwer Spielgefährten und sitzt oft allein in der Ecke. Seine Eltern fragen sich, was mit seiner geistigen Entwicklung nicht stimmt. Chris, ebenfalls 2, aufgeweckt und frech, lebt in New York, lernt sieben Sprachen, wird vitaminreich und ausgewogen ernährt und nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gefördert.

31.10.2004 - Energie macht Schule
Tageszeitung
Unterrichtsmaterial zum Thema effiziente Stromnutzung. Im Mittelpunkt stehen die Energiefresser mit Stand-by - Die Initiative Energieeffizienz möchte Schülerinnen und Schüler dazu anregen, effizienter mit Energie umzugehen und die Umwelt zu schonen: Spezielle Lehr- und Lernmaterialien zum Thema Stand-by sollen Lehrer bei der Gestaltung von Projekttagen oder Unterrichtseinheiten unterstützen. Alle Materialien können kostenlos im Internet bestellt werden.

29.10.2004 - Schüler in Schwaben zahlen Pausenbrot mit Falschgeld
Yahoo
Die legendäre Sparsamkeit der Schwaben haben einige Schüler wohl falsch verstanden. In den vergangenen Tagen kam die Polizei in den drei schwäbischen Gemeinden Nördlingen, Gundelfingen und Deiningen Jungen auf die Schliche, die ihr Pausenbrot mit selbstgemachtem Falschgeld bezahlten, wie die Polizeidirektion Dillingen mitteilte. Obwohl die Fälle sich stark ähneln, hatten die Schüler laut Polizei keinen Kontakt untereinander.

29.10.2004 - Leprakolonie mit hohen Promillezahlen
Spiegel
Drei Deutsche auf einem Fleck gründen mindestens fünf Vereine, heißt es. Das ist aber noch gar nichts gegen die Vereinswut britischer Elite-Akademiker in Cambridge - dort findet garantiert jedes Hirngespinst ein paar Gleichversponnene. - "Tut uns leid, dass ihr so lange warten müsst", sagt die junge Dame im hellblauen Polo, "aber wir haben dieses Jahr mehr Aussteller als je zuvor." Dazu drückt sie den Besuchern, die an diesem regnerischen Tag vor Semesterbeginn eine Stunde lang vor dem Eingang warten, einen Lutscher in die Hand

29.10.2004 - Oh, mein Papa
Tagesspiegel
Filip Geier-Busch ist 22 Jahre alt und Zirkusdirektor – obwohl er nur mit drei Bällen jonglieren kann - Die Wirklichkeit macht ein hässliches Geräusch. Metall auf Metall, pling, pling, pling, die Münzen tanzen im Blecheimer. Der Clown kann Geld herbeizaubern. Ein Junge stolpert zu ihm in die Manege, der Clown lacht, zieht an seiner Nase, wieder fällt ein Geldstück in seinen Eimer. „Vergessen Sie die Sorgen des Alltags, ein Traum beginnt“, hatte die Ansagerin zu Beginn der Vorstellung in Leipzig versprochen.

29.10.2004 - Ex-Waldorflehrer arbeitet künftig für die NPD
Spiegel
Acht Jahre lang unterrichtete ein Lehrer an einer Braunschweiger Waldorfschule Deutsch und Geschichte, von seiner stramm rechten Gesinnung wussten die Kollegen nichts. Jetzt hat der 36-Jährige gekündigt, um die sächsische NPD schulpolitisch zu beraten. Ein der NPD nahe stehender Lehrer hat an der Freien Waldorfschule in Braunschweig für erhebliche Unruhe gesorgt: Andreas Molau, 36, will künftig für die "Deutsche Stimme" tätig werden und die NPD-Landtagsfraktion in Dresden in schulpolitischen Fragen beraten.

29.10.2004 - Kein Zutritt für Lehrer
Yahoo
An mehr als 70 Schulen in Thüringen schlichten Kinder Konflikte - Der dicke Mitschüler hat immer wieder einen platten Fahrradreifen, die Klassenbeste wird auf dem Schulhof gemobbt und zwei Schüler erpressen einen Jüngeren - in der Regel sind das Fälle für ein Disziplinarverfahren.

29.10.2004 - Ein Klassentreffen
Zeit
Sie waren die Klasse »11 eins« an der Carl von Ossietzky-Schule in Berlin-Pankow. 1989 begannen sie mit ihrem Abitur in der DDR und beendeten es im vereinigten Deutschland. Was ist aus den 22 Schülerinnen und Schülern geworden? Ein Wiedersehen nach 15 Jahren- Der erste Schultag, September 1989, meine Klasse ist zum Appell angetreten. Wir stehen ganz still. Die Tür zur Aula öffnet sich, Carsten Krenz, der Sohn von Egon Krenz, und ein paar Jungen aus der Klasse über mir marschieren ein.

29.10.2004 - Kampf um die Bildungshoheit
Zeit
Die Föderalismuskommission soll die Macht über Schulen und Hochschulen in Deutschland neu verteilen. Aber wie? Zehn Fragen – zehn Antworten - Vielleicht liegt es am sperrigen Namen, ganz sicher an der verzwickten Thematik. In Berlin ringen 32 Politiker um die Zukunft von Schulen und Universitäten in Deutschland – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit. Dabei könnte die »Kommission zur Modernisierung der bundesstaatlichen Ordnung«, die so genannte Föderalismuskommisssion

29.10.2004 - Die Mär vom Wasserstoff
Zeit
Staatschefs und Ökovisionäre schwärmen von der »Zukunftsenergie«. Doch physikalisch betrachtet ist die Wasserstoffwirtschaft reine Energieverschwendung - Kaum geht das Öl zur Neige, da winkt auch schon eine wunderbare Alternative: Wasserstoff. Das Element mit der chemischen Formel H2 ist das häufigste im Universum und auf der Erde in Form von Wasser (H2O) praktisch unbegrenzt vorhanden. Mit Wasserstoff kann man heizen oder Strom erzeugen und ihn vor allem ähnlich wie Benzin oder Diesel tanken.

26.10.2004 - Die unverstandene Welt der Zahlen
Welt
Tausende Kinder leiden an der Rechenschwäche Dyskalkulie. Neue Lehrmethoden können ihnen helfen - Wenn die neunjährige Katrin Rechenaufgaben löst, stellt sie ihre Eltern und Lehrer immer wieder vor ein Rätsel: Denn bei 83 minus 79 lautet die Antwort des hübschen und aufgeweckten Mädchens nicht etwa vier, sondern 16. Mit den üblichen Flüchtigkeitsfehlern gleichaltriger Kinder hat das jedoch nichts zu tun, und lange konnte sich niemand in Katrins Umgebung erklären, wie es zu diesen Fehlern kommt.

26.10.2004 - Das Besenwunder
Tagesspiegel
Viele Schulen sind schmutzig. Sauberer ist es, wo Kinder mitputzen und Schmierfinken bestraft werden - Frage: Schule A liegt im selben Bezirk wie Schule B, erhält den selben Betrag für die Reinigung und ist trotzdem doppelt so sauber. Woran liegt das? Antworten erhält man, wenn man sich in der Schöneberger Spreewald-Grundschule umhört, die so sauber ist, dass man vom Fußboden essen könnte. Das liegt zum einen an Schulleiter Erhard Laube, der die Sauberkeit zur Chefsache erklärt hat.

26.10.2004 - Abenteuer 17. Juni 1953
Tagesspiegel
Der Alltag in meiner Schule in der Nähe von Dresden wurde immer wieder vom Kampf gegen den kapitalistischen Westen dominiert, in den wir Schüler von Kindesbeinen an eingebunden waren. Manchmal nahm das durchaus kuriose Züge an. 1949 zum Beispiel. Da hieß es eines Tages: Heute fällt die Schule aus, es wird Jagd auf Kartoffelkäfer gemacht. Also trieben wir Neunjährige uns auf den Feldern der Umgebung herum und versuchten vergeblich, Insekten in die Finger zu bekommen.

26.10.2004 - Ältester Grundschüler der Welt wünscht sich ein Hörgerät
Spiegel
Ein 84-jähriger Kenianer lernt Rechnen, Schreiben, Lesen - und ist morgens immer als erster in der Klasse. Kimani Maruge will unbedingt den Schulabschluss schaffen und hat noch weitere Wünsche: einen schöneren Pausenhof, mehr Schreibtische und vor allem ein Hörgerät. Seit Anfang des Jahres drückt Kimani Ng'ang'a Maruge jeden Tag die Schulbank in der Grundschule Kapkenduiywa im Westen Kenias - soweit ganz normal.

25.10.2004 - Geringste Arbeitslosigkeit, höchste Bildung
Tageszeitung
Baden-Württemberg ist das Bundesland mit der geringsten Arbeitslosigkeit. Nur 6,1 Prozent der knapp 5 Millionen Erwerbstätigen im Südwesten waren im Mai dieses Jahres ohne Job - das sind weniger als im Rest der Republik von Bayern (6,5 Prozent) bis Sachsen-Anhalt (20,1 Prozent). Das Land um die Boomregionen Karlsruhe und Stuttgart ist nicht nur traditionell stark, sondern zugleich ein Motor der Modernisierung.

25.10.2004 - Das Land braucht eine Ausländerelite
Frankfurter Allgemeine
Jeder fünfte ausländische Schüler verläßt die Schule ohne Abschluß. Eine Bankrotterklärung für das deutsche Schulsystem - wie anders soll man die vom Statistischen Bundesamt ermittelte Zahl interpretieren? Hinten und vorne stimmte es nicht an unseren Schulen, blickt man auf die 960000 Schüler türkischer, spanischer oder anderer fremdländischer Herkunft.

25.10.2004 - Gütesiegel-Bewahrung
Sueddeutsche Zeitung
Gelegentlich lässt sich die Tragweite eines Beschlusses erst Monate später ermessen. Ein solches Schicksal könnte die Vereinbarung des "TU 9-Consortium of German Institutes of Technology", der neun traditionsreichen deutschen Technischen Universitäten, ereilen. Das sind die RWTH Aachen, die TUs in Berlin, Braunschweig, Darmstadt, Dresden, Hannover, Karlsruhe, München und Stuttgart. Auf ihrer Sitzung in der vergangenen Woche in Berlin haben sie klammheimlich beschlossen, den Bachelor als Regelabschluss nicht anzuerkennen.

23.10.2004 - Professor wegen versuchter Erpressung verurteilt
Spiegel
Ein Konstanzer Informatikprofessor verlangte Geld für die Betreuung einer Diplomarbeit. Der Student zeigte ihn an, nun muss der Professor 32.400 Euro wegen Vorteilsannahme und versuchter Erpressung zahlen. Das Urteil dürfte auch anderswo Professoren zittern lassen, die Firmen oder Diplomanden allzu emsig schröpfen. Das Amtsgericht Konstanz hat am Montag eine empfindliche Strafe gegen einen Hochschullehrer der Fachhochschule verhängt.

23.10.2004 - Bedingt arbeitsfähig
Spiegel
Noch bevor er seine Arbeit aufgenommen hat, sieht sich der neu gegründete Rat für deutsche Rechtschreibung harscher Kritik ausgesetzt: Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung hat die Mitarbeit in dem Gremium abgelehnt. Der Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg bezeichnete den Rat als nicht arbeitsfähig. Der Aufbau des Gremiums mit seinen 36 Mitgliedern sei falsch und dessen Arbeitsbedingungen unzulänglich

23.10.2004 - Senat schickt Schüler an die Hochschulen
Welt
Behörde plant Gesetzesänderung: Uni-Scheine schon für Abiturienten - Gymnasiale Oberstufe wird reformiert. Hamburgs Abiturienten sollen neben der Schule künftig bereits Veranstaltungen an der Universität besuchen und dort Scheine machen dürfen. Der Senat plant eine Änderung des Hochschulgesetzes, damit diese Scheine später auch anerkannt werden. Ziel ist es, den Schülern den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern.

22.10.2004 - Bloß kein Handwerk
Stern
Nicht die Tätigkeit ist für den Nachwuchs bei der Berufswahl entscheidend, sondern der Imagefaktor. Berufsbezeichnungen sollen eine erste Vorstellung vom Berufsinhalt vermitteln - doch Jugendliche haben ihre eigene Lesart, wenn sie vor der Berufswahl stehen: Sie nehmen den Namen eines Berufs nicht nur als Orientierungshinweis auf die mit ihm verbundenen Tätigkeiten, sondern prüfen vor allem auch dessen Image-Tauglichkeit unter Freunden.

22.10.2004 - Schlechte Karten für Bafög-Betrüger
Stern
Bafög-Betrügern will man jetzt noch schneller auf die Schliche kommen. Durch eine Änderung des Bafög-Gesetzes wird ein automatischer Datenabgleich mit dem Finanzamt möglich. Die Behörden sollen künftig Bafög-Betrügern leichter auf die Spur kommen, die sich die staatliche Ausbildungsförderung mit falschen Angaben erschlichen haben. Der Bundestag verabschiedete dazu am Donnerstag eine Änderung des Bafög-Gesetzes.

22.10.2004 - Die Leute prügeln sich fast um ein Zimmer
Spiegel
Pünktlich zum Semesterbeginn grassiert unter Studienanfängern die Angst, kein Dach über dem Kopf zu finden. Vor allem in süddeutschen Uni-Städten fehlt es an bezahlbaren Wohnungen - Container, Notboxen und "Wohn-Würfel" sollen helfen. "Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist desolat", sagt die Konstanzer Asta-Vorsitzende Beate Schmid, "alle Studentenheime sind restlos belegt und private Einzimmerwohnungen sind praktisch unbezahlbar."

22.10.2004 - Unterricht ohne Haube
Spiegel
Der Kopftuch-Streit geht in die nächste Runde - damit könnten auch lehrende Nonnen Opfer des baden-württembergischen Verbotsgesetzes werden. Es ist ja nicht so, dass niemand sie gewarnt hätte. Doch die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan ließ sich bei ihrem Vorhaben, muslimischen Lehrerinnen das Tragen eines Kopftuchs an der Schule per Gesetz zu verbieten, von niemandem beirren

22.10.2004 - Frankreichs Schulen ohne Kopftücher
Neue Zürcher Zeitung
Erste Verweisungen aufgrund des Verbotsgesetzes - Nach Inkrafttreten des Gesetzes über das Verbot auffälliger Religionssymbole an öffentlichen Schulen ist es in Frankreich zu ersten Ausschlüssen muslimischer Kopftuchträgerinnen gekommen. Auch Angehörige der indischen Glaubensgemeinschaft der Sikhs sind wegen ihres Turbans betroffen.

22.10.2004 - Ferien ohne Tischtennis sind langweilig
Hamburger Abendblatt
Die 13 Jahre alte Tischtennisspielerin Yvonne Kaiser fährt morgen zum Bundesranglistenturnier nach Wesel am Rhein. Für ihren Traum, Bundesliga spielen zu können, trainiert sie täglich. Zwei große, lachende Frösche stehen im Reihenhausgarten der Familie Kaiser in Luhdorf. Wären sie nicht aus Gips, würden sie die Nase rümpfen. Yvonne Kaiser sitzt im Schneidersitz auf den Wohnzimmerfliesen

22.10.2004 - Zum Unterricht ins Ausland
Sueddeutsche Zeitung
In Frankreich verzichtet eine kleine Gruppe von Musliminnen lieber auf die Schule als auf ihr Kopftuch. Die Lösung: Sie pendeln zum Schulbesuch nach Belgien. An der französischen Kopftuch-Front herrscht noch immer keine Ruhe, auch wenn die Zahl der Problemfälle sinkt. Diese Woche wurden wieder Schülerinnen, vor allem im Elsass, der Klassenzimmer verwiesen, weil sie sich weigerten, in der Schule ihr Kopftuch abzulegen.

22.10.2004 - 400 Euro für Beleidigung
General Anzeiger
Ehemaliger Hausmeister fasst Rheinbacher Lehrerin vor Zeugen an die Brust - Wegen Beleidigung einer Lehrerin stand jetzt ein ehemaliger Hausmeister einer Rheinbacher Schule vor dem Amtsgericht. Er war angeklagt, der 49-jährigen Frau am 18. Juli vergangenen Jahres in seinem Büro vor den Augen dreier Schüler an die Brust gefasst zu haben.

22.10.2004 - Kopftuchverbot in Frankreich
Spiegel
Schülerinnen vom Unterricht ausgeschlossen - Das Verbot religiöser Symbole an Frankreichs Schulen beginnt zu greifen. Nun sind erstmals fünf muslimische Schülerinnen des Unterrichts verwiesen worden, weil sie sich weigerten, ihr Kopftuch abzulegen. Unterdessen klagen Sikhs gegen die brisante Vorschrift, die auch Turbane erfasst. Erstmals seit Inkrafttreten des Kopftuchverbots an französischen Schulen sind mehrere muslimische Mädchen des Unterrichts verwiesen worden.

22.10.2004 - Bildung ist der wichtigste Rohstoff Europas
Frankfurter Allgemeine
Die Bildungspolitik ist ein Paradebeispiel dafür, daß die Europäische Union auch ohne ausdrückliche Kompetenzen enorme Aktivitäten entfalten kann. Daran dürfte sich mit der geplanten EU-Verfassung nichts ändern. Im Gegenteil. Die EU-Partner verpflichten sich darin, strikt "die Verantwortung der Mitgliedstaaten für die Lehrinhalte und die Gestaltung des Bildungssystems" zu achten.

22.10.2004 - Studium im 15-Stunden-Takt
Sueddeutsche Zeitung
Zu Semesteranfang geht es gewöhnlich chaotisch an deutschen Universitäten zu. Anfänger rennen orientierungslos herum, versuchen, einen Platz in begehrten Seminaren zu ergattern, stellen irgendwie ihre Stundenpläne zusammen oder sitzen in überfüllten Hörsälen auf dem Boden. Kurzum, Studenten bekommen die Folgen der Freiheit zu spüren, die ihnen hierzulande gewährt wird. Ganz anders sehen die ersten Tagen des neuen Semesters für Julia Heidemann und Florian Pfeiler aus.

17.10.2004 - Zimmer gesucht
Stern
Die Wohnungssuche zu Semesterbeginn gleicht einer Katastrophe: Nur 220.000 Wohnheimplätze gibt es für die zwei Millionen Studenten in Deutschland, und die wenigen Zimmer, die noch frei sind, sind meist überteuert. "Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist desolat", sagt die Konstanzer AStA-Vorsitzende Beate Schmid. "Alle Studentenheime sind restlos belegt und private Einzimmerwohnungen sind praktisch unbezahlbar."

17.10.2004 - Die Lizenz zum Schummeln
Sueddeutsche Zeitung
Prinz Harry soll mit Billigung der Schulleitung beim Kunstexamen in Eton gemogelt haben, Tonbandaufnahmen sollen das jetzt beweisen. Wenn die Erinnerungen an diese Zeit nicht trügen, dann war das mit dem Schummeln und Spicken in der Schule doch so: Alles war erlaubt, bloß erwischen lassen durfte man sich nicht. Lineale waren mit kleinsten Zetteln beklebt, die mit nadelfeinem Bleistift bekritzelt waren; andere rollten Zettelwürste und stopften sie in Kuli-Hüllen.

17.10.2004 - Prinz Charles stellt sich vor seinen Sohn Harry
Frankfurter Allgemeine
Hat Prinz Harry in einer wichtigen Kunstprüfung gemogelt oder nicht? Thronfolger Charles hat sich nun in die Schummel-Affäre eingeschaltet, um das - ohnehin eher trübe - Image und die beruflichen Aussichten seines Sohnes nicht noch weiter zu gefährden. Offensichtlich hat er damit Erfolg, denn die mit ihren Royals ansonsten nicht gerade zimperlich umspringende britische Boulevardpresse hielt sich am Freitag zurück und schrieb sogar von „wilden Behauptungen” der ehemaligen Lehrerin Sarah Forsyth.

17.10.2004 - Seiner Zeit voraus
Tagesspiegel
Benito van der Zander ist 15 Jahre alt und geht ganz normal zur Schule. Nebenher studiert er noch - Seine Stimme ist leise und hell. „Am Anfang war ich etwas nervös, weil ich nicht wusste, wie es läuft“, flüstert Benito und wartet auf die nächste Frage. Auch jetzt scheint er unsicher, wie es weitergeht, ob er noch mehr sagen soll. Benito van der Zander studiert seit zwei Jahren Informatik an der Universität Düsseldorf und hat seitdem in jedem Semester die besten Klausuren seines Faches geschrieben.

17.10.2004 - Hat er oder hat er nicht?
Spiegel
Angeblich hat Prinz Harry zugegeben, bei einer wichtigen Kunstprüfung in Eton gemogelt zu haben. Das behauptet eine frühere Lehrerin und legte eine Tonbandaufnahme vor. Sein Vater Prinz Charles schlägt aber in der Betrugs-Affäre zurück. Prinz Harry war, so viel steht fest, kein brillanter Schüler. Als er das Elite-Internat Eton besuchte, schaffte er die Abiturprüfung mit Ach und Krach: Eine Zwei in Kunst, eine Vier in Erdkunde

17.10.2004 - Verdrehte Welt
Stern
Viele Menschen quälen sich mit rechts, weil sie gar nicht wissen, dass sie Linkshänder sind. Das kann zu Leistungsschwäche, Legasthenie und Sprachstörungen führen. Ist das Problem erkannt, hilft eine Rückschulung - Kindern wie Erwachsenen. Auf dem Weg vom Kopf in die Hand ist es verloren gegangen, das "t". Frauke hatte genau gewusst, dass es da hingehörte, ans Ende vom "nicht", schließlich war sie ja schon elf und schlau und auf dem Gymnasium.

17.10.2004 - Oberstufenreform macht Hamburgs Abi härter
Welt
Bildungssenatorin Alexandra Dinges-Dierig will die Abiturienten stärker als bisher fordernWelt am Sonntag: Verbindliche Vorgaben sorgen seit diesem Jahr dafür, daß Abiturienten beispielsweise den "Faust" von Johann Wolfgang von Goethe gelesen haben müssen. Trotzdem gilt das Hamburger Abitur nicht als das schwierigste. Wie wollen Sie das ändern?

17.10.2004 - KMK auch in Zukunft unverzichtbar
Frankfurter Allgemeine
Für die Kultusminister aller 16 Länder ist die Koordinierung in Bildung, Wissenschaft und Kultur von zentraler Bedeutung. "Die Kultusministerkonferenz ist deshalb zur Wahrnehmung gesamtstaatlicher Verantwortung auch in Zukunft unverzichtbar. Die Kulturhoheit der Länder ist das Kernstück des Föderalismus", lauten die Kernaussagen eines Beschlusses, den auch Kultusminister Busemann (CDU) und Wissenschaftsminister Stratmann (CDU) aus Niedersachsen mitgetragen haben.

14.10.2004 - Wulff schließt Verbleib Niedersachsens in KMK nicht aus
Yahoo
Kurz vor Beginn der Tagung der Kultusministerkonferenz (KMK) am (heutigen) Donnerstagnachmittag hat der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff den Verbleib seines Landes in dem Gremium nicht ausgeschlossen. Niedersachsen sei weiter dabei, wenn die KMK effizient und sparsam die Bildungspolitik koordiniere, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagmorgen im Bayerischen Rundfunk.

14.10.2004 - Mir fehlen so lange Wörter
Spiegel
In der 6a der Neuköllner Konrad-Agahd-Grundschule spricht nur der Lehrer fehlerfrei Deutsch. Fast alle Schüler stammen aus dem Ausland. Doch warum sollen sie auch Deutsch lernen in Stadtteilen, in denen sie mit ihrer Muttersprache gut zurechtkommen? Es ist eine Idylle, die jedem Bildungspolitiker das Herz aufgehen ließe. An diesem sommerlichen Mittwoch streicht leichter Wind durch die geöffneten Altbaufenster in den Raum der 6a der Neuköllner Konrad-Agahd-Grundschule.

14.10.2004 - Gute Noten für gutes Geld
Tagesspiegel
Was Studiengebühren bewirken können: Ein Blick nach Großbritannien, wo die Studierenden seit sechs Jahren bezahlen müssen - Vor kurzem kündigte die britische Universität Coventry an, sie wolle ab 2006 die Studiengebühren verdreifachen, also auf den im Land zulässigen Höchstbetrag von etwa 3000 Pfund (ca. 4500 Euro) pro Jahr für die normalen Studiengänge (mit Bachelor-Abschluss) erhöhen.

14.10.2004 - Porca miseria!
Spiegel
Jede dritte italienische Universität ist im Ausstand, Dozenten halten öffentliche Protestseminare vor dem Amtssitz von Regierungschef Berlusconi. Sie wehren sich gegen ein Gesetz, das den akademischen Mittelbau praktisch abschaffen soll. Bislang außen vor bei den Protesten: Italiens Studenten. "Italien ist in der Forschung hinter anderen Ländern zurückgeblieben", stellte Italiens Wirtschaftsminister Domenico Siniscalco kürzlich bedauernd fest.

14.10.2004 - Eindeutig religiös motivierte Kleidung
Spiegel
Baden-Württemberg hat Kopftücher bei Lehrerinnen verboten, will Nonnen aber weiter in ihrer Tracht unterrichten lassen - das sei nur "Berufskleidung", so die eigenwillige Definition von Kultusministerin Schavan. Ein ehemaliger Verfassungsrichter widerspricht energisch. Und Deutschlands oberste Ordensschwester ebenfalls. Der Streit um die Reichweite des Kopftuchverbots in Baden-Württemberg spitzt sich zu.

14.10.2004 - Schule wehrt sich gegen Schüler
Tageszeitung
Wenn Sascha Schüler am 21. April mit seinen Kameraden nicht zum Hotel Niedersachsenhof gekommen wäre, dann hätte Fabian Lohmann jetzt vermutlich mehr Zeit, um sich auf sein Abitur vorzubereiten. Aber Schüler und Konsorten waren da, standen mit Transparenten vor der Tür und brüllten in ein Megafon, dass nicht nur Juden krumme Beine haben, sondern auch Gewerkschaftsschweine und dass Verdens Pädagogen rot sind und verlogen.

14.10.2004 - Lehrer ist ein schöner und erfüllender Beruf
Sueddeutsche Zeitung
Klischee und Wirklichkeit - Über Lehrer haben alle eine Meinung, schließlich hatte jeder selbst einen. Aber was ist dran an gängigen Vorurteilen? Wenn die Schule aus ist, müssen die Schüler Hausaufgaben machen – und die Lehrer? Sie müssen ihre Pflichtstunden erfüllen, die nach Schulart und Bundesland variieren. In Bayern haben Lehrer an Grundschulen 29 Pflichtstunden pro Woche, an Gymnasien 24 Stunden.

14.10.2004 - Große Nachfrage, kleines Angebot
Sueddeutsche Zeitung
Ein Fünftel aller Eltern würde seine Kinder auf Privatschulen schicken – wenn es genug gäbe. Zwar können Privatschulen stärker auf die Wünsche der Eltern und Schüler eingehen – doch bessere Leistungen garantieren sie nicht. Paukstudio für minder begabte Sprösslinge reicher Eltern oder kuschelpädagogisches Refugium für den Nachwuchs der Altachtundsechziger: Privatschulen hatten in Deutschland lange Zeit einen schlechten Ruf, sofern sie nicht gerade zu der Hand voll renommierter Elite-Internate gehörten.

14.10.2004 - Wo auch Werken wichtig ist
Sueddeutsche Zeitung
Reformpädagogische Schulen setzen andere Schwerpunkte, doch leistungsfeindlich sind sie damit nicht. Zu ihren Befürwortern zählt auch Altkanzler Helmut Kohl. Als sich der erste Schock über die schlechten Noten bei der Pisa-Studie gelegt hatte, begannen Erziehungswissenschaftler, die Untersuchung genau auszuwerten – um dabei einige Überraschungen zutage zu fördern.

12.10.2004 - Deutschland sucht die Super-Klasse
Spiegel
Knifflige Fragen zum Schulstoff und ringsum lauter Streber, die mit den Fingern schnippen? Hab ich jeden Morgen, werden die meisten Schüler sagen. Doch diesmal ist der Schülerwettstreit im Fernsehen zu sehen. Unter dem Titel "Wir testen die Besten" sucht der Kinderkanal Deutschlands schlaueste Schulklasse. Der Kinderkanal von ARD und ZDF, Ki.Ka genannt, sucht seit Anfang Oktober die beste Schulklasse Deutschlands.

12.10.2004 - Theologiestudenten ergründen die Lust
Spiegel
Ob Bukowski oder Bibel, Hauptsache, es knistert: Thüringer Theologiestudenten bringen ihren Kommilitonen die Freuden der körperlichen Liebe nahe - sie lesen öffentlich aus erotischen Texten vor. In schwarzer Hose und schwarzem Rollkragenpullover eilt Georg durch den Raum. Schnell noch die Kerzen angezündet und dann ab auf die Kanzel. Georg Bucher ist 21 und studiert Theologie auf Diplom in Jena. Sein Traum ist es, evangelischer Pfarrer in Bayern zu werden.

12.10.2004 - Vitamin B
Stern
Von wegen geschlossene Gesellschaft - in St. Gallen treffen Studenten die Top-Manager der Welt. Wovon Träumen BWL-Studenten eigentlich? Vielleicht davon, mal ein paar Tage mit den wirklich Mächtigen dieser Welt zu verbringen. Nein, nicht mit Politikern, sondern mit Männern, die Konzerne lenken. Mit Josef Ackermann etwa, dem Chef der Deutschen Bank, Wolfgang Mayrhuber von der Lufthansa, Fiat-Boss Luca Cordero di Montezemolo oder Adidas-Chef Herbert Hainer.

12.10.2004 - Nicht ohne meine Kutte
Spiegel
Auch Nonnen müssen laut Urteil des Bundesverwaltungsgerichts ihre Ordenstracht im Klassenzimmer ablegen. Baden-Württembergs Kultusministerin sieht das anders: Diese "Berufskleidung" sei weiterhin erlaubt, glaubt die Katholikin Annette Schavan - eine windige Argumentation. Für Annette Schavan war es eine gute Nachricht: Am Freitag erklärte die muslimische Lehrerin Fereshta Ludin, dass sie im zähen Rechtsstreit um das Kopftuchverbot an staatlichen Schulen Baden-Württembergs aufgibt.

12.10.2004 - Ein Papier gibt die Antwort auf Pisa und die Kultusminister
Tageszeitung
Den Übertritt von der Grundschule und die Sekundarstufe bundeseinheitlich regeln. Die Probleme der Länderkoordination "ehrlich und zweckmäßig" lösen - durch Bundesgesetz. Jetzt wird es eng für die Kultusminister. Am Sonntagabend machte Reiner Calmund auf vox populi. "Ich bin für Föderalismus", sagte der Exmanager von Bayer Leverkusen, "ich bin auch dafür, dass die Länder ihre Kultur pflegen."

12.10.2004 - Deutscher Bachelor in Amerika nicht anerkannt
Frankfurter Allgemeine
Eine Umfrage unter sechzig amerikanischen und kanadischen Hochschulen hat ergeben, daß der deutsche Bachelor-Abschluß dort größtenteils nicht anerkannt wird. Die erhoffte Internationalität der deutschen Bachelor- und Master-Abschlüsse und damit das Ziel des Bologna-Prozesses wurden damit verfehlt, denn auch in Großbritannien wird der deutsche Bachelor nicht als gleichwertig anerkannt. Großbritannien hält die gesamte Bologna-Erklärung aus dem Jahr 1999 für nicht verbindlich.

12.10.2004 - Bayerns letzte Zwergschule
Sueddeutsche Zeitung
In Unterjoch werden alle Kinder von sechs bis zehn in einem Zimmer unterrichtet. Gemeinsam lernen sie schneller als Schüler in normalen Klassen. Welche Schule ist die beste für mein Kind? Die Eltern der Grundschüler in Unterjoch muss diese Frage nicht quälen, weil es nur eine Schule in Unterjoch gibt - zum Glück noch immer gibt, wie seit zwei Jahrhunderten schon. Die drohende Schließung ist abgewendet.

11.10.2004 - Deutsche Studenten sind Optimisten
Stern
Die Mehrheit der deutschen Studenten ist überzeugt, kurz nach dem Examen eine feste Anstellung zu finden. Die meisten vertrauen sogar darauf, dass die Tätigkeit voll und ganz ihren Erwartungen entsprechen wird. Im internationalen Vergleich mit Frankreich, Großbritannien und Spanien sowie den USA stehen sie damit nicht einmal allein. Allerdings: In mancher Hinsicht ist die Selbsteinschätzung des deutschen Management-Nachwuchs zumindest fragwürdig.

11.10.2004 - Sieben bibeltreue Väter müssen ins Gefängnis
Spiegel
Seit Jahren weigern sich Eltern der Glaubensgemeinschaft "Zwölf Stämme" in Bayern, ihre Kinder in staatliche Schulen zu schicken. Deshalb müssen sieben der bibeltreuen Väter jetzt eine Haftstrafe antreten. Für die Behörden ist es ein Kreuz mit den starrsinnigen Eltern, für die Mitglieder der "Zwölf Stämme" indes eine Frage des Gewissens.

11.10.2004 - Auch Nonnen müssen jetzt oben ohne
Spiegel
Im Streit um die Kopftücher muslimischer Lehrerinnen sind nun christliche Nonnen im Schuldienst die Leidtragenden. Laut Bundesverwaltungsgericht müssen auch sie in Baden-Württemberg zukünftig ablegen, bevor sie das Klassenzimmer betreten. Aus der schriftlichen Begründung des jüngsten Urteils des Bundesverwaltungsgerichts zum baden-württembergischen Kopftuchverbot, die jetzt vorliegt, geht hervor, dass die Ordensfrauen ihr Habit ablegen oder den Schuldienst quittieren müssen.

11.10.2004 - Neues Deutschland: Letzte Ausfahrt Kaderschmiede
Financial Times Deutschland
Je höher die Begabung, desto geringer die Förderung: Das Gymnasium Sankt Afra in Meißen hat diesen verheerenden Irrweg verlassen. Am Anfang, sagt Silvana Konermann, habe die Frage gestanden, wie man Harnkatheterinfektionen verhindern kann. Dann ging die damals 15-Jährige für drei Wochen ins Labor nach Dresden und fand es heraus. Einfach so. Ihre Mitschüler lernten derweil weiter im 20 Kilometer entfernten Sankt-Afra-Gymnasium.

10.10.2004 - 24 Stunden Primetime
Tagesspiegel
Guten Tag, ich bin fernsehsüchtig. Das erklärt vielleicht die Fernbedienung, die ich als Glücksbringer immer bei mir trage und meine Armbanduhr mit eingebautem Fernsehgerät. Die dazugehörige Antenne halte ich fast ununterbrochen in der Hand, um überall guten Empfang zu haben. Gut, ich übertreibe. Ganz so schlimm ist es mit mir noch nicht. Aber mein Fernseher läuft schon sehr oft...

07.10.2004 - FAQ: Die Rechtschreibreform
Yahoo
Bis vor enigen Wochen schien die verbindliche Einführung der Rechtschreibreform zum August 2005 perfekt zu sein. Nach der Ankündigung der Axel Springer AG und des Spiegel-Verlags, zur alten Rechtschreibung zurückzukehren, scheint jetzt nur noch das Chaos perfekt. WAS IST DIE GRUNDLAGE DER RECHTSCHREIBREFORM? Sie beruht auf dem Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 1. Dezember 1995

07.10.2004 - Vorschlag für neues Gremium der Wissenschaftsminister sorgt für Kontroverse
Welt
In den Bundesländern mehren sich die Stimmen, die die Neugründung einer Wissenschafts­ministerkonferenz fordern. Künftig sollten Wissenschafts- und Kultusminister separat verhandeln und nur noch gemeinsame Bereiche auch gemeinsam diskutieren, sagte Bayerns Wissenschaftsminister Thomas Goppel (CSU) in einem dpa-Gespräch. Eine solche Trennung könne vieles vereinfachen. Goppel verwies jedoch auch darauf, daß es einen "Überlappungsbereich" gebe.

07.10.2004 - Arche Noah der Kinder
Spiegel
Elfjährige aus aller Welt machen in den CISV-Friedenscamps eine Erfahrung fürs Leben: Spielen, Verhandeln, Balgen und Putzen, zusammen mit Schülern aus zwölf Nationen. Manche lernen dort sogar ihre erste Liebe kennen. Der propere Hotelbesitzersohn aus Amman linst aufs Buffet: wieder bloß Brötchen, Müsli und Joghurt. Omars Mundwinkel sinken. Das ist schon seine vierte Woche ohne Spiegeleier.

07.10.2004 - Polizei verhindert Schulmassaker im US-Staat Massachusetts
Welt
Teenager wollte acht Mitschüler und Lehrer ermorden. Beamte fanden auf seinem Computer Anleitungen zum Bombenbauen und Adressen von Waffenhändlern. Ein 16-jähriger Schüler hat im US-Bundesstaat Massachusetts ein Schulmassaker geplant. Der Junge habe acht Mitschüler und Lehrer ermorden wollen, berichtete die Polizei nach der Festnahme des Jungen am Mittwoch in Marshfield. Die Tat sei für den sechsten Jahrestag der Tragödie an der Columbine High School in Colorado geplant gewesen.

07.10.2004 - Wir können auch anders
Zeit
Wie macht man es richtig? Drei Deutschtürken im Gespräch über Schule, Integration und Erfolg - DIE ZEIT: Kinder ausländischer Eltern schneiden in unseren Schulen meist miserabel ab. Das haben die Pisa-Studie gezeigt, ebenso Statistiken über Bildungsabschlüsse. Besonders gilt das für Jugendliche türkischer Herkunft. Was glauben Sie, woran liegt das?

07.10.2004 - Die neue Freiheit
Sueddeutsche Zeitung
Studenten auf Lehramt können in Bayern von Herbst 2005 an einen Bachelor-Abschluss machen. Mit einer Reform der Lehrerausbildung will die Bayerische Staatsregierung den Studenten mehr Freiheit bei der Berufswahl ermöglichen und das Studium europäischen Standards anpassen. Hochschulen und Freistaat einigten sich darauf, das bisherige Staatsexamen durch einen Bachelor-Abschluss zu ergänzen.

07.10.2004 - Die Illusion von 820.000 freien Stellen
Sueddeutsche Zeitung
Trotz Massenarbeitslosigkeit und verschärften Zumutbarkeitsbedingungen melden Arbeitgeber reichlich Bedarf an. Doch wo sind die Jobs? Drei Tage, drei Termine, ein Thema: Am Montag hat der Vorstand der CDU in Berlin neue Arbeitsmarkt-Leitlinien für den Parteitag im Dezember beschlossen. Geplant ist unter anderem eine Lockerung des Kündigungsschutzes. An diesem Dienstag verkündet die Bundesanstalt für Arbeit (BA) die Arbeitslosenzahlen für September.

06.10.2004 - Höher klettern, schneller denken
Tagesspiegel
Immer mehr Schüler haben kognitive Probleme, weil sie sich nicht bewegen. Das Problem ist erkannt, aber es ändert sich zu wenig. Die Mädchen und Jungen der 5a in der James-Krüss-Grundschule in Tiergarten sind nicht zu bremsen. Sie klettern, kraxeln und balancieren um die Wette, keine Kletterwand ist zu hoch, kein Holzsteg zu schmal. Dass es regnet, ist völlig egal. Denn das hier, der neue „Bewegungsparcours“ ist ihre Sache.

06.10.2004 - Spucke auf der Glatze
Tagesspiegel
Am Gymnasium unserer Thüringer Kleinstadt Eisenberg, das ich ab 1931 besuchte, war die Prügelstrafe abgeschafft. Nach Hitlers Machtübernahme wurde unser beliebter Hausmeister entlassen, weil er seine SPD-Überzeugung nicht ablegen wollte. Sein Nachfolger, Mitte 40 und mit einer blitzblanken Glatze ausgestattet, war ein „alter Kämpfer“, ein überzeugter Nazi. Er betätigte die Pausenklingel dem Stand der Technik gemäß von Hand.

06.10.2004 - Harter Schulweg Deutschland
Stern
Kernaufgabe der Kultusministerkonferenz ist die Sicherung vergleichbarer Qualitätsstandards in allen Schulen. Ein Ziel, das die Institution weit verfehlt, wie stern.de-Mitarbeiterin Claudia Fudeus schmerzlich zu spüren bekam. Als ich in die Grundschule kam, lernten wir mithilfe bunter Klötze und Stöckchen aus Holz die Grundlagen des Rechnens. Dass Klötze und Stöckchen mich meine ganze Schulzeit über begleiten würden, ahnte ich damals noch nicht.

06.10.2004 - Wir machen ganz tolle Sachen
Spiegel
Ortstermin: Wie die Schule den Erstklässlern bei der Einschulung Ängste nimmt, die diese gar nicht haben. Für den Fall, dass die Lehrerin wissen will, wie viel zwei und zwei ist, hat Regina einen kleinen Auftritt vorbereitet: Sie wird sich zurücklehnen und sich melden, so lässig wie möglich, und wenn sie drangenommen wird, dann will sie mit den Augen rollen, "nur ganz kurz, so als ob ich überlege"

06.10.2004 - Lautlos ins Gespräch vertieft
Tageszeitung
Hörschäden gelten als gravierende Behinderung, da die Betroffenen oft vom gesellschaftlichen Leben abgeschnitten sind. Die Rheinische Schule für Hörgeschädigte bemüht sich um mehr Integration. "Das hast du ganz toll gemacht", lobt Henrike Boedler einen ihrer Schüler. Sie artikuliert die Worte deutlich, gebärdet dabei und nimmt den Schüler zum Schluss kräftig in den Arm - Alltag an der Rheinischen Schule für Hörgeschädigte in Köln.

06.10.2004 - Neuer Schultyp
Yahoo
In Brandenburg wird es künftig eine Oberschule geben. Der neue Schultyp soll durch die Fusion von Gesamt- und Realschulen entstehen. Darauf haben sich SPD und CDU am Montag in Potsdam bei den Verhandlungen zur Bildung einer rot-schwarzen Koalition geeinigt. SPD-Landeschef Matthias Platzeck sagte, mit der Oberschule werde das Schulsystem gestrafft. Das sei in Anbetracht der Bevölkerungsentwicklung und der rückgehenden Schülerzahl nötig.

06.10.2004 - Kultusministerkonferenz
Frankfurter Allgemeine
Die niedersächsische Landesregierung hat den Ausstieg aus der Kultusministerkonferenz (KMK) beschlossen. Der Kabinettsbeschluß fiel nach Angaben des Regierungssprechers am Dienstag in Hannover einstimmig. Die Kündigung bewirkt, daß der Vertrag für alle Bundesländer außer Kraft tritt. Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) will mit der Kündigung Verhandlungen über eine Reform in Gang setzen. Die KMK ist nach seiner Meinung zu teuer, zu bürokratisch und zu wenig innovativ.

04.10.2004 - Studier bei mir
Zeit
Im Auftrag der ZEIT haben Werbeagenturen drei Hochschulen ihrer Wahl ein neues Image verpasst – nur zum Spaß. Wenn sich Alexander Schill die Werbung deutscher Hochschulen anschaut, fühlt er sich an die biedere Käsereklame der fünfziger Jahre erinnert. »Damals lautete die Botschaft: Man kann Käse auf Brot essen«, sagt Schill, Kreativchef der Agentur Springer und Jacob. »Heute lautet die Botschaft: Man kann an der Uni etwas lernen.«

04.10.2004 - Die letzten Kinder
Zeit
Alle wollen weg – vier wollen hin. Weißwasser in Sachsen verliert jedes Jahr rund tausend Einwohner, aber diese vier 16-Jährigen – sie haben nur das eine Ziel. In einem halb leeren Plattenbau in Weißwasser-Süd haben sie kürzlich eine Wohngemeinschaft aufgemacht: Attila aus Dresden, sein Kumpel Franz, Erik aus Berlin und der wortkarge Duncan aus Holland. Sie träumen von einer Karriere als Eishockeyprofi bei den Lausitzer Füchsen, die in der Zweiten Bundesliga spielen. Dafür nehmen sie alles auf sich.

04.10.2004 - Die Wahlen sind frei – oder doch nicht?
Tagesspiegel
Wie ein Lehrer gegen Fehler im Grundgesetz und in der Berliner Verfassung kämpft. Seinetwegen wird das Grundgesetz geändert – und ein wenig peinlich ist das Harald Büsing schon. „Viele meinen nun wahrscheinlich, ich sei ein Korinthenkacker“, sagt er: „Ich habe mir das ja auch schon selbst vorgeworfen. Aber die Untätigkeit der Behörden hat meinen Widerspruchsgeist geweckt.“

04.10.2004 - Wenn Lehrern die Schule zur Last wird
Frankfurter Allgemeine
Sie verdienen gutes Geld, aber glücklich macht sie das nicht. Ihre Arbeit ist in hohem Maße selbstbestimmt, dennoch klagen viele über mangelnde Freiräume. Ihr Job ist es, mit Menschen umzugehen, doch gerade das macht vielen immer mehr Schwierigkeiten. Psychische und psychosomatische Krankheiten sind die häufigsten Ursachen dafür, daß Lehrer sich vorzeitig pensionieren lassen, und das tun nicht wenige.

03.10.2004 - «BamS» wieder in alter Rechtschreibung
Yahoo
Der Axel Springer Verlag ist zu den alten Rechtschreibregeln zurückgekehrt. Als erstes Blatt erschien die «Bild am Sonntag» in der alten Schreibweise. «Wir sind alles andere als dickköpfig, denn wir korrigieren eine frühere Entscheidung», schrieb «BamS»-Chefredakteur Claus Strunz. Er antwortete damit auf einen Brief, in dem eine Leserin die Entscheidung kritisierte.

03.10.2004 - Schule darf Eltern Volljähriger informieren
Spiegel
Nach dem Erfurter Massaker haben viele Länder ihre Schulgesetze geändert. Bei gravierenden Problemen können nun die Eltern volljähriger Schüler benachrichtigt werden. Das ist auch in Bayern zulässig, wie der Verassungsgerichtshof entschieden hat. Vor zweieinhalb Jahren erschoss der 19-jährige Robert Steinhäuser am Erfurter Gutenberg-Gymnasium 16 Lehrer und Schüler und anschließend sich selbst.

02.10.2004 - Studenten unerwünscht
Spiegel
Bei amerikanischen Jungwählern ist John Kerry klarer Favorit. Doch überall im Land gibt es Gemeinden, die alles tun, um Studenten vom Wählen abzuhalten - sogar mit der Androhung von Haftstrafen. Inzwischen schlagen US-Studenten Alarm und wehren sich, wenn ihnen im Studienort ein Eintrag ins Wahlregister verweigert wird. Bei den jungen US-Amerikanern ist die kommende Präsidentschaftswahl schon entschieden

02.10.2004 - Erstmals deutlicher Zuwachs
Stern
Nach dem Tiefstand 2001 ist die Zahl der Hochschulabsolventen erstmals wieder deutlich gestiegen. Bildungsministerin Bulmahn sieht sich in ihrer Politik bestätigt. Die Zahl der Hochschulabsolventen ist erstmals wieder deutlich gestiegen. Rund 218.100 Studenten und damit 4,6 Prozent mehr als im Vorjahr legten 2003 erfolgreich eine Prüfung an einer deutschen Hochschule ab

02.10.2004 - Gewalt an Schule - Polizei greift ein
Hamburger Abendblatt
Störenfriede gibt es in jeder Klasse. In jeder Schule. An der Schule Fährstraße in Wilhelmsburg hat eine Gruppe von Kindern einer ethnischen Minderheit den Unterricht aber dermaßen gestört, dass Polizei und Schulbehörde eingreifen mussten. Mit dem neuen Schuljahr begannen für Lehrer und Schüler an der Fährstraße unruhige Zeiten. Kinder aus zwei Großfamilien aus Polen kamen an die Schule.

02.10.2004 - 46 Stunden-Woche für Lehrer - virtuell
Tageszeitung
Der Hamburger Senat will Lehrern eine feste, höhere Arbeitszeit geben. Und kürzt auch gleich die Mittel für Bildung. Das Volk denkt in etwa so: "Lehrer sind faule Säcke. Die haben viel mehr Ferien und am Mittag schon frei." Selbst wenn das ungerecht ist - die Arbeitszeit der Lehrer ist ein Konfliktpunkt. Sie ist mit schuld am schlechten Image der Lehrer.

02.10.2004 - Kultusminister halten an Rechtschreibreform fest
Yahoo
Die Kultusministerkonferenz (KMK) hat sich gemeinsam mit Gewerkschaften, Schulbuchverlagen sowie Schüler- und Elternvertretungen für die umstrittene Rechtschreibreform ausgesprochen. Der Streit um die Reform war zuletzt durch die angekündigte Rückkehr des Springer-Verlages zur alten Schreibung neu entflammt. Die 1998 in den Schulen eingeführte Rechtschreibung erfahre dort eine hohe Akzeptanz

02.10.2004 - Schüler, Eltern und Lehrer für Reform
Tagesspiegel
Appell für die neuen Rechtschreibregeln vor Treffen der Ministerpräsidenten - Eine Woche vor der entscheidenden Sitzung der Minister­präsidenten zur Rechtschreib­reform haben Lehrerverbände, Bundeseltern- und Schülerrat, Schulbuchverlage und Kultusminister­konferenz (KMK) geschlossen für das Festhalten daran plädiert.

02.10.2004 - Vorschlag für einen Kompromiß zur Rechtschreibreform
Frankfurter Allgemeine
Vorschläge für eine Korrektur der Rechtschreibreform hat der frühere bayerische Kultusminister Zehetmair erarbeitet. In einem Memorandum für Ministerpräsident Stoiber zieht der CSU-Politiker, der in seiner Amtszeit einigen Einfluß auf die Reform genommen hatte, eine skeptische Bilanz. Die Mehrheit der Bevölkerung lehne die neue Rechtschreibung ab, schreibt Zehetmair. Die Schulen liefen Gefahr, Kenntnisse zu vermitteln, die außerhalb des Unterrichts nicht akzeptiert würden.

02.10.2004 - Der Trick mit dem Büchergeld
Sueddeutsche Zeitung
Bis zu 40 Euro sollen Eltern künftig für Schulbücher zahlen. Damit wird mehr Geld in die Staatskasse fließen, als der Staat bislang für Bücher ausgegeben hat. Zwei Stunden lang verhandelte Kultusministerin Monika Hohlmeier gestern morgen mit den Elternverbänden über die Frage, wie denn Schulbücher künftig finanziert werden sollen. Auf keinen Fall wollte sich die Ministerin dabei nochmals öffentlich eine Blöße geben.

01.10.2004 - Kultusminister ziehen positive Pisa-Bilanz
Welt
Deutschlands Schulen sind auf dem Weg der Besserung. So lautet das Fazit der Kultusministerkonferenz (KMK) über den Reformprozess drei Jahre nach dem schlechten Abschneiden bei der internationalen Bildungsstudie Pisa. "Wir haben wichtige Weichen gestellt und viele Initiativen ergriffen", sagte die Präsidentin der KMK

01.10.2004 - Zähe Reform eines Tabu-Systems
Stern
Zu wenige Studenten, schlechte Bildungsaussichten für Arbeiterkinder - drei Jahre nach der Pisa-Studie sind zwar erste Reformen auf den Weg gebracht, aber Erfolge werden noch auf sich warten lassen. Drei Jahre nach dem miserablen deutschen Abschneiden beim ersten weltweiten Pisa-Schultest haben die Kultusminister am Donnerstag in Berlin Reform-Bilanz gezogen: Elf bundesweite Bildungsstandards

01.10.2004 - Milliardengeschenk zeigt Wirkung
Spiegel
Der Auf- und Ausbau von Ganztagsschulen kommt gut voran. "Das Programm ist wirklich ein Erfolg", lobte sich Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn bei einer Zwischenbilanz selbst. Rund 3000 neue Angebote gibt es bereits - auch Länder, die sich zunächst gegen die Bundesinitiative wehrten, ziehen inzwischen mit.


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