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31.08.2005 - Neue Schulen, verletzte Seelen
Tageszeitung
Ich fahre!

31.08.2005 - Eltern wollen Schule selbst aussuchen
Spiegel
Wer entscheidet, auf welches Gymnasium ein Schüler geht? In Baden-Württemberg klagen einige Eltern, weil die Behörden zum Ausgleich der Klassengrößen Kinder auf zwei Schulen verteilen will - doch das Lehrangebot ist nicht überall gleich. Bilingualer Zweig, altsprachliche oder naturwissenschaftliche Ausrichtung - das Profil ist für weiterführende Schulen zum Zauberwort geworden. Kaum ein Gymnasium, das nicht mit einem speziellen Angebot um Schüler wirbt.

31.08.2005 - Schüler sollen mehr Einblick in Beruf erhalten
Welt
Mit Assessment Centern und Praxisseminaren zur richtigen Berufswahl - Schule geschafft - und was dann? Viele Jugendliche sind auf das Leben danach nicht vorbereitet. "Die Berufsorientierung an den Schulen reicht nicht aus, und sie ist nicht systematisch genug", sagt Thomas Nix. Der Chef der Senatsinitiative "Partner: Schule-Wirtschaft" (P:S-W) muß es wissen. Seit 2002 sind er und seine Mitarbeiter dabei, diesen Mißstand zu beheben.

31.08.2005 - Das Militär verursachte das Inferno
Tageszeitung
330 Schüler und Lehrer starben vor einem Jahr bei der Geiselnahme im russischen Beslan. Die staatlichen Ermittler vertuschen Tathergang und Hintergründe, sagt Stanislaw Kesajew von der unabhängigen Untersuchungskommission - taz: Herr Kesajew, Sie werden öffentlich als "Schnüffler" beleidigt, weil Sie einen Bericht über die Geiselnahme von Besland verfassen. Warum?

31.08.2005 - Erkrankte Lehrerin ist ein Fall fürs Ministerium
Hamburger Abendblatt
Schulamt nimmt Stellung. Bereits vor dem Vorfall an der Grundschule hatte ein Vater Strafanzeige gegen die Lehrerin gestellt, weil sie seinen Sohn geohrfeigt haben soll. Das schleswig-holsteinische Bildungsministerium muß entscheiden, ob die psychisch erkrankte Lehrerin an die Grundschule Ulzburg zurückkehrt oder nicht. Darauf weist das Schulamt Segeberg hin.

31.08.2005 - Was Kinder tun
Tageszeitung
In seinem Dokumentarfilm "Klassen-Leben" schildert Hubertus Siegel den Schulalltag aus der Schülerperspektive - die kommt gleich am Anfang ziemlich schonungslos daher - So wirklich spannend klingt es zunächst nicht - doch dass die Schule einen reizvollen Stoff für Dokumentarfilme abgibt, hat der französische Regisseur Nicolas Philibert bereits vor drei Jahren gezeigt.

31.08.2005 - Lebenslänglich für "Pizzagesicht"
Kurier
Ein 17-Jähriger ist am Dienstag von einem Gericht im US-Staat Minnesota zu lebenslanger Haft verurteilt worden, weil er in einer Schule zwei Klassenkameraden erschossen hat. Der Vorfall trug sich im September 2003 in einer Oberschule in Cold Spring zu. Jason McLaughlin brachte damals die Pistole seines Vaters mit in die Schule und erschoss zwei 14 und 17 Jahre alte Mitschüler. McLaughlins Anwalt sagte, sein Mandant habe sich von einem der Getöteten verfolgt gefühlt.

31.08.2005 - Die Zahl der Grundschüler wird deutlich zunehmen
General Anzeiger
Bonner Verwaltung legt Schulentwicklungsplan vor - Etwa 980 Grundschüler mehr als bislang wird es voraussichtlich bis zum Schuljahr 2010/11 in Bonn geben. 300 Schüler mehr als im vorigen Schuljahr drücken zurzeit die Schulbank. Nur dass Bonn 25 Lehrer zusätzlich für die Grundschulen bekommen hat, steht nicht in dem neuen Schulentwicklungsplan (SEP).

31.08.2005 - Korruption im Klassenzimmer
Spiegel
Nachhilfe ist in Ägypten ein großes Geschäft - für die Lehrer. Obwohl sie an staatlichen Schulen keinen Privatunterricht anbieten dürfen, bessern viele mit Nachhilfe ihre mageren Gehälter auf. Die Schüler stehen vor der Wahl: Entweder sie zahlen oder sie fallen durch. Wenn die Schule vorbei ist, fängt in Ägypten der Unterricht erst an. Um die Abschlussprüfungen am Ende des Schuljahres zu bestehen, muss ein Großteil der Schüler in Ägypten private Nachhilfestunden nehmen.

30.08.2005 - Seltsame Zeichen
Zeit
Schon in wenigen Jahren wird China die größte Wirtschaftsmacht der Welt sein. Deutsche Bildungspolitiker finden Chinesisch trotzdem »zu exotisch« und kürzen den Sinologen das Geld - Nico lernt Chinesisch, weil es gut ist für die Karriere. Leonie, »weil ich was können will, was andere nicht können«. Lina, weil Leonie sie auf die Idee gebracht hat. Und Anton, »weil es eben angeboten wird«. Da hat Anton aber Glück.

30.08.2005 - Dynamische Verlierer
Zeit
Lange Zeit galten Berlin und Bremen als die Sorgenkinder des deutschen Bildungssystems. Jetzt bescheinigen ihnen ausgerechnet wirtschaftsnahe Forscher im »Bildungsmonitor 2005« einen erstaunlichen Reformeifer - Zufriedenheit, wohin man schaut. Zum zweiten Mal haben wirtschaftsnahe Forscher im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) die Bildungssysteme der Bundesländer verglichen, und diesmal kennt ihr »Bildungsmonitor 2005« fast nur Sieger.

30.08.2005 - Tafelrunde
Tagesspiegel
Alle Berliner Grundschulen bieten jetzt Mittagessen an. Der Tagesspiegel hat drei Küchen besucht - Zu Hause geht das nicht. Essen für alle, ökologisch unbedenklich, vollwertig, abwechslungs- und vitaminreich, so dosiert, dass keiner Hunger schiebt – und das dann für 1,85 Euro pro Nase? In den Berliner Schulen muss dieser kaufmännische Spagat gelingen, damit einerseits die Kinder Spaß am Mittagessen haben und ihre Eltern andererseits nicht wegen zu hoher Kosten abwinken.

30.08.2005 - In die Schule lockt das Essen
Tageszeitung
Die Grundschule von Bairya ist leicht zu finden. Schon von weitem hört man vom Pausenplatz her ein Durcheinander von Kinderstimmen. Beim Näherkommen stellt man allerdings fest, dass der Platz leer ist und der Lärm aus den fünf Schulräumen dringt. Und dass er von so weit weg zu hören ist, hat wohl weniger mit den fehlenden Türen zu tun, als mit den fehlenden Dächern. Das Schulgebäude für 260 Kinder ist eine frühere Indigo-Fabrik aus dem 19. Jahrhundert.

30.08.2005 - Das Problem mit der Vielfalt
Stern
Das Angebot spezieller Kredite für Studenten steckt zwar noch in den Kinderschuhen, doch eines steht schon heute fest: Vergleichen lohnt sich. Denn die Angebote der Banken und Sparkassen werden sich teils erheblich unterscheiden. Laufzeit, Zinskonditionen, Obergrenze der Verschuldung und Rückzahlungsfrist - auch bei Studentenkrediten gilt, was für 'normale' Konsumentenkredite gilt

30.08.2005 - Massen-Striptease auf dem Schulhof
Spiegel
Plötzlich zogen sie alle blank: Bei einem Einführungsritual an einem dänischen Gymnasium sollten 263 Teenager strippen, um Klassenpunkte zu sammeln. Solche Auszieh-Wettbewerbe sind in Dänemark verbreitet - und die Lehrer nicht amüsiert. Am ersten Schultag hält für gewöhnlich der Direktor eine Rede, die Klassen werden aufgeteilt, und die Lehrer beginnen zügig mit dem Unterricht.

30.08.2005 - Neuanfang in Erfurt
Tageszeitung
Wiedereröffnung des Gutenberg-Gymnasiums. Schröder: "Ein Stück Normalität" drei Jahre nach dem Amoklauf - Gut drei Jahre nach dem Amoklauf eines ehemaligen Schülers ist das Erfurter Gutenberg-Gymnasium im Beisein von Kanzler Gerhard Schröder offiziell wiedereröffnet worden. Bei dem Festakt sagte Schröder, das Schulmassaker habe wie kaum ein anderes Verbrechen ganz Deutschland zutiefst schockiert und in Trauer und Anteilnahme vereint.

30.08.2005 - Dieses Verbrechen hat Deutschland vereint
Welt
Drei Jahre nach Amoklauf Erfurter Gutenberg-Gymnasium wiedereröffnet - Schröder erinnert an "entsetzliches Ereignis" - Hell und freundlich wirkt das Gutenberg-Gymnasium in Erfurt. Schülergruppen stehen lärmend vor dem großen Eingangsportal - und nichts erinnert auf den ersten Blick an die entsetzliche Bluttat, die vor mehr als drei Jahren ganz Deutschland erschütterte.

30.08.2005 - Helle Schule, dunkle Erinnerungen
Spiegel
An einem Ort des Schreckens soll der Alltag wieder Einzug halten: Die Schüler des Gutenberg-Gymnasiums in Erfurt sind jetzt in das sanierte Schulgebäude zurückgekehrt. Vor dreieinhalb Jahren hatte hier Robert Steinhäuser in nur zehn Minuten 17 Menschen erschossen. Die neuen Räume sind hell, freundlich, lichtdurchflutet. Der Schulhof wurde begrünt, viel Glas beim Bau verwendet. Zumindest von außen erinnert nichts mehr an den Amoklauf vom April 2002.

30.08.2005 - Massenstrip auf Schulhof
Sueddeutsche Zeitung
Einführungsritual mit Hippie-Charakter: Dänische Gymnasiasten sollten am ersten Schultag bei einer Schnitzeljagd nach und nach ihre Kleider ablegen. Mit einem nicht in jedem Fall ganz freiwilligen Massenstrip auf dem Schulhof hat für 263 Gymnasiasten im dänischen Gladsaxe der Weg zum Abitur begonnen. Wie die Zeitung Jyllands-Posten berichtete, sollten die Schüler beiderlei Geschlechts nach und nach ihre Kleidungsstücke ablegen.

28.08.2005 - Ganztagsschule auf der Baustelle
Welt
Berlin hat sich mit der voreiligen "Hort-Reform" übernommen. Es fehlen an den Schulen Räume, Möbel, Sportgeräte, Spielzeug und vor allem Erzieher - Hortkinder müssen zum Essen in der Kirche Asyl suchen, sie drängeln sich in ihrer Freizeit in stickigen Unterrichtsräumen oder pendeln unablässig zwischen Schule und entfernten Notunterkünften hin und her.

28.08.2005 - Polizei nimmt Lehrerin in Gewahrsam
Hamburger Abendblatt
Henstedt-Ulzburg: Schulleiterin schlägt Alarm. Was geschah an der Grundschule Ulzburg? Kam es zu Handgreiflichkeiten? Verstörte Kinder und aufgeschreckte Eltern in Henstedt-Ulzburg: Die Polizei mußte am Mittwoch einschreiten, um eine offenbar völlig überforderte Lehrerin der Grundschule Ulzburg vorübergehend in Gewahrsam zu nehmen. Die Frau war "ausgerastet" gelaufen und hatte sich in den Räumen der Kindertagesstätte auf dem Schulgelände versteckt.

28.08.2005 - Was darf der Bund in den Schulen?
Tagesschau
Bildung und Wissenschaft zählen zu den Kernkompetenzen der Bundesländer. Angesichts der Debatte über die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands hat aber auch die Bundespolitik die Themen entdeckt. Doch die Zuständigkeit des Bundes hier ist ein Streitpunkt unter den Parteien. Der Arbeitsmarkt lahmt und Deutschland hat im internationalen Wettbewerb schlechtere Karten als andere Länder.

28.08.2005 - Trüber Blick nach vorne
Sueddeutsche Zeitung
Viele angehende Akademiker sorgen sich um ihre berufliche Zukunft. Mehr als jeder Dritte rechnet mit Schwierigkeiten, einen Arbeitsplatz zu finden. Oftmals bleibt keine andere Wahl, als das ursprüngliche Berufsziel abzuschreiben. Als Marina Stöcker vor vier Jahren ihr Germanistikstudium aufnahm, blickte sie noch optimistisch in die Zukunft: "Damals dachte ich, dass ich mit einem Hochschulabschluss sicher einen Job finde."

26.08.2005 - Chronik einer angekündigten Abschiebung
Tageszeitung
Rund 250 SchülerInnen und Lehrende der Gesamtschule in Belzig protestierten seit Wochen. Dennoch wurde gestern in Belzig die vierköpfige bosnische Familie Memic im Morgengrauen abgeschoben. Sohn Mehmed stand kurz vor dem Abitur - Als Jörg Hallex, Chef der Ausländerbehörde Potsdam-Mittelmark, punkt sechs Uhr morgens die Lessingstraße 2 im Belziger Plattenbauviertel Klinkengrund betritt, kommt er nicht weit.

26.08.2005 - Keine Order, keine Maut
Tageszeitung
Hamburg - Büchergeldbescheide tragen nur die Kindernamen und werden vielfach ohne Begleitschreiben verteilt. SPD: "Unsaubere Arbeit" der Behörde - In den Gebührenbescheiden für das Büchergeld ist tatsächlich nur der Name des Kindes angegeben. Das belegen mehrere Exemplare, die der taz vorliegen. Für die SPD-Abgeordnete Britta Ernst ist diese Panne ein "weiteres Resultat unsauberer Arbeit in der Schulbehörde".

26.08.2005 - Und es hat Klick gemacht
Tagesspiegel
Flirten im Internet ist etwas für Pragmatiker. Unser Autor hat sich auf Singlebörsen sehr genau umgeschaut - Im Netz geht alles viel einfacher. Das Anmachen, das Rumflirten, und wenn man einen Korb bekommt oder einen peinlichen Spruch reißt, sieht niemand, wie man mit rotem Kopf vor dem Bildschirm sitzt. Notfalls wird einfach der Computer ausgeschaltet.

26.08.2005 - Faulenzen sollen andere
Spiegel
Urlaub am Strand war mal. Heute verbringen Schüler ihre Ferien in Hörsälen und Seminaren, entschlossen planen sie ihre Zukunft. Workshops wie der Schülercampus einer Hamburger Jura-Hochschule sollen Jugendliche fit machen für Studium und Karriere. Sommerferien in Deutschland: Keiner spricht, niemand turnt auf den Stühlen. Alle Blicke sind auf Prof. Dr. Dr. h.c. Dr. h.c. Reinhard Zimmermann gerichtet.

26.08.2005 - Verwischte Spuren
Tagesspiegel
Die Schüler zurück, das Gymnasium renoviert. Doch der Amoklauf von Erfurt ist immer noch nicht vollends aufgeklärt. Und es gibt neue Indizien: Waren es etwa doch mehrere Täter? Glas, Licht, überschaubare Fluchten: Leicht, hell und aufgeräumt soll das bald 100 Jahre alte Schulhaus nach der „Generalsanierung Gutenberg-Gymnasium“, so das Baustellenschild vor der Schule, wirken.

26.08.2005 - Grundschule mit Unterricht in drei Sprachen
Welt
In Magdeburg startet ein bundesweit bisher einmaliges Projekt - Großes Interesse bei Eltern - Wenn Lea, Jonathan und Paul nach den nun in Sachsen-Anhalt zu Ende gegangenen Sommerferien am Montag zum ersten Mal in ihre Klasse stürmen, dann heißt es nicht nur "Guten Morgen", sondern auch "Bonjour" und "Good Morning". Die Kinder gehören zu den insgesamt 44 Erstkläßlern der bundesweit ersten dreisprachigen Grundschule, die jetzt mit Beginn des neuen Schuljahres in Magdeburg den Lehrbetrieb aufnimmt.

26.08.2005 - Freie Träger für die Arbeit in den Schulen
Welt
Ohne Hilfe von außen geht nichts - Die Kurt-Löwenstein-Hauptschule in Nordneukölln hatte im ersten Halbjahr des Schuljahres 2004/05 3884 Fehltage zu verzeichnen. 60 Schüler fehlten in diesem Zeitraum sogar mehr als 40 Tage. "Für uns war klar, daß wir es ohne Hilfe von außen nicht mehr schaffen", schilderte Detlef Pawollek von der Schulleitung die Situation.

26.08.2005 - Wenn eine Schule Schule macht
Welt
NDR dokumentiert Klosterschule in St. Georg - Ganztagsgymnasium ist einzigartig in Deutschland - "Hier kann Schule Schule machen", strahlt Uta König, Autorin der Dokumentation "Klasseschule - Klosterschule". In ihrem Film, der am 2. September um 20.15 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt wird, beschäftigt sie sich mit dem staatlichen Ganztagesgymnasium Klosterschule in St. Georg. Die Schule gilt in dieser Form als einzigartig und versteht sich als Lebensmittelpunkt von Schülern und Lehrern.

26.08.2005 - Schenk mir eine Schule
Spiegel
Endlich hat Bildung in Char Gul Tepa ein Dach über dem Kopf: Bisher mussten über 1000 Kinder in sengender Hitze im Freien lernen, jetzt entsteht im afghanischen Dorf eine Schule. Doch SPIEGEL ONLINE-Mitarbeiter Omar Sayami braucht weitere Unterstützung. Mit großen Augen verfolgen die Kinder der Mittelschule von Char Gul Tepa, was auf ihrem Schulplatz vorgeht. Eigentlich haben sie hitzefrei, denn bei 50 Grad im Schatten mag man es ihnen nicht zumuten, im Freien Rechnen und Schreiben zu lernen.

26.08.2005 - Jedes siebte Kind in Deutschland ist arm
Financial Times Deutschland
Jedes siebte Kind in Deutschland lebt in Armut, im Osten sogar jedes vierte. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die in Berlin vorgestellt wurde. Danach hat die Kinderarmut hier zu Lande "eine historisch neue Dimension erreicht". Kinder eines Kindergartens Nach Berechnungen des Verbands leben über 1,5 Millionen Kinder auf Sozialhilfeniveau. Die Dunkelziffer liege bei 200.000.

26.08.2005 - Früher in die Krippe, später aus der Klasse
Spiegel
Mit zwei in den Kindergarten, mit sechs in die Schule. Das fordert das Gremium von Bildungsexperten, die den zwölften Kinder- und Jugendbericht erarbeitet haben. Für die umfassenden Reformen rechnet die Kommission mit etwa 2,7 Milliarden Euro Mehrkosten im Jahr. Spielend lernen: Schon mit zwei Jahren sollen Kinder im Kindergarten gefördert werden Zwei Jahre lang hat das siebenköpfige Expertengremium beraten, diskutiert und nach Formulierungen gesucht.

26.08.2005 - Schon Zweijährige sollen in den Kindergarten
Sueddeutsche Zeitung
Der neue Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung, der am Donnerstag veröffentlicht wird, fordert umfassende Reformen des Bildungs- und Erziehungssystems. Demnach sollen Kindergärten bereits Zweijährige aufnehmen; notwendig seien auch frühere Einschulungen sowie mehr und bessere Ganztagsschulen. „Ohne finanzielle Anstrengungen ist das nicht zu realisieren“, heißt es in dem Bericht, der der Süddeutschen Zeitung vorliegt.

26.08.2005 - Reiche pauken mehr
Sueddeutsche Zeitung
Jeder vierte tut's: Nachhilfe ist in Deutschland zwar weit verbreitet, aber nicht überall üblich. Mehr als jeder vierte Schüler bekommt Nachhilfe-Unterricht. Das zeigt eine Befragung privater Haushalte in Deutschland, die regelmäßig vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) geführt wird. Demnach spielt das Elternhaus eine wichtige Rolle, ob privates Nachsitzen angesagt ist

21.08.2005 - Sonderbarer Jugendschutz
Tageszeitung
Auf Platzverweis folgt Hausvisite: Minderjährige, die durch vermeintliche Antifa-Aktivitäten auffällig wurden, bekommen neuerdings Besuch - von der Hamburger Polizei, die damit Schlimmeres verhindern zu wollen vorgibt - Auf den Platzverweis folgte der Hausbesuch. Durchaus überrascht waren die Jugendlichen, als die Polizei zu ihnen nach Hause kam. Auch die Eltern verwunderte die Visite, hatten ihre Kinder doch nur an Anti-Nazi-Demonstrationen teilgenommen.

21.08.2005 - Die Menge macht's nicht aus
Tageszeitung
Schulsenatorin Alexandra Dinges-Dierig (CDU) ist überzeugt, dass große Klassen mit 27 bis 30 Schülern nicht schaden. Hamburgs Schulen, sagt sie, hatten bisher "über die Maßen zuviel" an Ressourcen. Schulbücher gibt es doch erst später - taz: An der Schule meiner Kinder gibt es die Bücher erst Mitte September. Dies höre ich auch von anderen Schulen.

21.08.2005 - Rückkehr an den Tatort
Welt
Drei Jahre nach dem Amoklauf beginnt im Gutenberg-Gymnasium der Alltag - Die Erfurter haben ihr Bestes gegeben. Die Orte, an denen Robert Steinhäuser am 26. April 2002 sechzehn Menschen tötete, sind nur schwer wiederzuerkennen. Durch den Bau einer Turnhalle entstand ein neues Stockwerk. Die Numerierung der Klassenzimmer wurde geändert, ein neuer, breiterer Flur wurde gebaut. Die Türen, die von Kugeln durchlöchert waren, stehen jetzt im Depot.

21.08.2005 - «Was gibt acht mal fünfzehn?»
St. Galler Tagblatt
Stephanie Kramer drückte drei Wochen die Schulbank im «Internat» von SF DRS - «Das Internat - Schule wie vor 50 Jahren»: In einer dreiwöchigen Live-Sendung entführte «Schweiz aktuell» die Fernseh-Zuschauer auf die Davoser Schatzalp. Stephanie Kramer aus Wil war eine von den 16 Schülern. Um es vorweg zu nehmen: Die Schatzalp-Internatsschülerin Stephanie Kramer war Klassenbeste und erreichte nach drei Wochen Instituts-Schule die beste Zeugnis-Durchschnitts-note von 5,54.

18.08.2005 - Wenn der Ernst des Lebens beginnt
Yahoo
Nur noch wenige Tage, dann beginnt für viele Kinder in Nordrhein-Westfalen ein neuer Lebensabschnitt - die Schule fängt an. Mit dabei ist die Schultüte, die den Eintritt in den Ernst des Lebens ein bisschen versüßen soll. Groß und bunt, rund oder sechseckig ist sie und enthält zahlreiche kleine Überraschungen. Was sich in ihr verbirgt, erfahren die Kinder jedoch erst, wenn sie ihren ersten Schultag tapfer gemeistert haben.

18.08.2005 - Die Freiheit macht zu viel Arbeit
Tageszeitung
Die Universität Bremen vertraut bei der Auswahl ihrer Erstsemester auch weiterhin auf die Schulnoten. Zwar wollte und könnte sie ihre Studierenden selbst auswählen - doch die nötigen Bewerbungsgespräche sind ihr jetzt doch zu aufwändig - Und das Abitur reicht doch: Wer an der Uni Bremen studieren darf, darüber entscheiden weiterhin zuallererst die Zeugnisnoten.

18.08.2005 - „Von mir hat er das nicht!“
Tagesspiegel
Wenn die Eltern zu Besuch kommen, hört der Spaß auf. Hier erinnern sich sieben Söhne - Nur zwanzig Minuten, um die Schmach abzuwenden. Zwanzig Minuten, bevor Mama und Papa auf der Matte stehen. Den Umzug ins Hamburger Studentenwohnheim habe ich alleine geschafft, aber dass mein Zimmer innerhalb von zwei Wochen zur Müllhalde verkommen ist, möchte ich meinen Eltern gerne verheimlichen.

18.08.2005 - Work and Travel
Sueddeutsche Zeitung
Sie haben ihr Abi oder Diplom in der Tasche und wollen weg von zu Hause: Wie sich junge Deutsche mehrere Monate ins Ausland fortmachen. Es gibt Berufe, die wohl nur die wenigsten als Traumjob bezeichnen würden: Erntehelfer und Restaurantaushilfe beispielsweise. Die einen müssen bereits früh morgens aus den Federn und krümmen den ganzen Tag in der prallen Sonne ihren Buckel, die anderen waschen bis spätabends schmutzige Teller.

18.08.2005 - Ein Schub für Gott
Tageszeitung
Eve Riedl hat den Papst festgehalten! Nur auf einem Foto ihres Handys. Und genau genommen sieht man darauf nur eine schwarze Limousine, die gerade vorbeirauscht, hinein in die Auffahrt zum "Erzbischöflichen Haus", das abgesperrt ist. Hier kann Benedikt XVI. nach seiner Ankunft am Flughafen Köln/Bonn und einer kurzen Fahrt in die Domstadt erstmals auf diesem Weltjugendtag ein wenig zur Ruhe kommen.

18.08.2005 - Experten warnen vor Bildungsarmut
Yahoo
Experten haben vor zunehmender Bildungsarmut und steigender Jugendarbeitslosigkeit gewarnt. 20 Prozent der Schulabgänger eines Jahrganges gelten als nicht ausbildungsreif. Darauf verwies am Donnerstag in Berlin die Chefin des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit (IAB), Jutta Allmendinger. Sie forderte mehr Verantwortung der Schule für eine Vorbereitung auf das Erwerbsleben.

18.08.2005 - Quadratisch, praktisch, eng
Spiegel
Kochen, arbeiten, duschen, schlafen auf gut sechs Quadratmetern - geht denn das? Studenten der TU München entwarfen einen mobilen Würfel mit Hightech und verblüffender Wohnqualität. Der Minihaus-Architekt ist davon so überzeugt, dass er selbst als Testwohner eincheckt. Obdach suchende Studenten haben es schwer in der Isarmetropole.

18.08.2005 - Reli auf Europäisch
Zeit
Religiöse Bildung ist wichtig – darin sind sich die Europäer einig. Doch wie soll sie in den Schulen vermittelt werden? Eine Auswahl unterschiedlicher europäischer Ansätze - Mit einer deutschen Sonderregelung dürfte Benedikt XVI. zufrieden sein. Nirgendwo sonst in Europa ist der konfessionelle Religionsunterricht als ordentliches Schulfach in der Verfassung verankert.

18.08.2005 - Universitäten bereiten Schüler auf Abitur vor
Welt
Oberstufenschüler holen sich für Referate und Präsentationen Rat bei Uni-Dozenten. Und in den mündlichen Abiturprüfungen sitzen neben Lehrern auch Uni-Professoren. Was heute wie eine Utopie klingt, soll schon bald Wirklichkeit werden. Jedenfalls nach dem Willen des Vizepräsidenten der Humboldt-Universität: "Universitäten und Gymnasien müssen stärker zusammenarbeiten", fordert Heinz-Elmar Tenorth.

18.08.2005 - Die Pläne der Parteien
Zeit
Die Bildung ist für die Wahlkämpfer ein Problem. Einerseits müssen sie ihre Bedeutung hervorheben, sie als »Schlüsselthema« (Merkel), »Zukunftsfrage« (Schröder) preisen, eine »Dekade der Forschung« (FDP) oder gleich eine »Revolution« (Grüne) ausrufen. Andererseits müssen sie im Vagen bleiben, da nicht der Bund, sondern größtenteils die Länder entscheiden, was in Schulen und Universitäten geschehen soll.

18.08.2005 - Deutsche Spiele-Programmierer im Hintertreffen
Frankfurter Allgemeine
Mit dem Appell, Deutschland dürfe im wachsenden Markt für die Entwicklung elektronischer Spiele nicht den Anschluß verlieren, hat in Leipzig Europas größte Messe für Computer- und Videospiele begonnen, die Games Convention 2005. Bis Sonntag werden mehr als 110.000 Besucher erwartet, nach 105.000 im vergangenen Jahr. Nach Angaben der Leipziger Messe erreicht auch die Zahl der Aussteller mit 280 Teilnehmern aus 15 Ländern einen Rekord.

18.08.2005 - Eine 3,5 im Examen reicht für die Schule
Sueddeutsche Zeitung
Lehrermangel in Bayern - Mathe, Deutsch, Naturwissenschaften: In vielen Fächern sind die Einstellungskriterien so niedrig, dass selbst unqualifizierte Bewerber zum Zug kommen. Der Lehrermangel wird sich im neuen Schuljahr nochmals zuspitzen. Besonders an den Hauptschulen und den Gymnasien. Dort seien bereits jetzt alle verfügbaren Aushilfskräfte im Einsatz, beklagt der bayerische Philologenverband. Bewerber werden inzwischen fast in allen Fächern gesucht.

17.08.2005 - Fremd ohne Frust
Zeit
In Kanada sind die meisten Einwandererkinder keine Problemschüler. Mit spielerischer Pädagogik und strenger Zuwanderungspolitik hat es das Land im Pisa-Ranking an die Spitze geschafft - Morgen geht die Schuldirektorin Virginia Dawson in Rente, heute bekommt sie ein Ständchen auf Hindi. In Indien ist das die Hauptsprache. An Dawsons Schule im Norden der kanadischen Millionenstadt Toronto auch.

17.08.2005 - Kind ohne Schulplatz
Tageszeitung
Zwölfjähriger wusste nach Ferienende nicht, auf welche Schule er kommt - Gymnasium schob ihn ab. Probleme auch an Grundschulen - Für den Sohn von Astrid Kiendl begann die Schule erst gestern. Nachdem das Albrecht-Thaer-Gymnasium die Eltern zu spät informiert hatte, dass er nach der 6. Klasse die Schule verlassen solle, blieb die Frage, ob und wo er einen Platz bekommt, acht Wochen lang in der Schwebe. "Unser Kind wurde schlicht vergessen", sagt die vierfache Mutter.

17.08.2005 - Verhafte mich - ich kenne das Passwort!
Spiegel
Verbote sind einfach unwiderstehlich. 13 Jugendliche aus Pennsylvania tricksten das Computersystem ihrer Schule aus: für sie nur ein Schülerstreich, für die Behörden gleich ein Verbrechen. Im letzten Herbst hatte die Schule in Kutztown, Pennsylvania rund 600 Apple-iBooks an ihre Schüler verteilt.

17.08.2005 - USA wollen Schüleraustausch strikt kontrollieren
Spiegel
Deutsche Austauschschüler gehen vor allem in die USA, um Englisch zu lernen und neue Freunde zu finden. Mitunter endet ihr Auslandsjahr in einem Fiasko. Weil sexuelle Übergriffe sich häufen, sollen Gastfamilien und Vermittler jetzt strenger überwacht werden.

17.08.2005 - Warum müssen Schüler Schiller lesen?
Reutlinger General-Anzeiger
Die Flut der Jubelfeiern ist abgeebbt, die schweren Klassiker-Ausgaben sind wieder in den Bücherschränken verschwunden. Doch Schiller lebt weiter in Form der kleinen gelben Heftchen. Und im Deutsch-Unterricht. Jedem Schüler seinen »Gallenstein«, »Kabale und Hiebe« für alle. Warum müssen Generationen von Schülern noch immer durch diese hohle Gasse? Oder finden sie Schiller allen Parodien zum Trotz vielleicht gar nicht so schlecht?

17.08.2005 - Gewalttätige Lehrer an Waldorfschule?
Allgäuer Zeitung
Vater erstattet Anzeige - Schulleitung nennt Vorwürfe "haarsträubend" - Jetzt wird ermittelt - Es sind schwere Vorwürfe, die ein Vater gegen die Freie Waldorfschule in Kempten erhebt: Von mindestens sechs Lehrern spricht er, die die Kinder schlagen und demütigen würden. Außerdem müssten die Schüler auf dem Schulgelände in Albris schwere körperliche Arbeit verrichten, bei einer Klassenfahrt nach Ungarn hätten Achtklässler gar sechs Stunden am Tag schuften müssen.

17.08.2005 - Weniger Stellen, mehr Köpfe?
Tageszeitung
In Hamburg gibt es immer weniger Lehrer. Wie aus der Antwort des Senats auf eine Anfrage der schulpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, Britta Ernst, hervorgeht, waren am 1. August 2005 noch 13.540 Lehrerstellen besetzt - rund 100 weniger als zum Jahresbeginn. "Seit dem Jahr 2000 bis heute sind 600 Lehrerstellen abgebaut worden. Dabei ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler um über 7.000 auf heute 224.877 angewachsen", kritisiert Ernst.


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